Lucas Mangold Full Part 2018 + Interview

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Hervorragender Backcountry Full Part von Lucas Mangold aus Garmisch plus weitere interessante Infos über „Luci“ und sein Riding im Interview.

Lucas Mangold Full Part 2018 + Interview - Foto: Nicola Grigis
Lucas Mangold Full Part 2018 + Interview – Foto: Nicola Grigis

Lucas Mangold traf man früher vor allem in den vielen Snowparks in Tirol sowie Süddeutschland. In den letzten Jahren hat sich sein Fokus nach und nach weiter in Richtung Backcountry verschoben, was wohl auch daran liegt, dass der Garmischer inzwischen in Innsbruck lebt, dort regelmäßig mit den Jungs von der Projekt Pommes Crew unterwegs ist und mittlerweile als Rookie ganz offiziell in die Gruppe aufgenommen wurde.

Mit dem jetzt veröffentlichten Clip schließt Luci die Umwandlung hin zum Backcountry ab und präsentiert uns einen ausgewachsenen Full Part mit einer ganzen Menge an überaus dopen Aufnahmen. Abgesehen von einer Reise zur Bergsfjord Lodge in Norwegen wurden die Shots alle in den österreichischen Alpen produziert – es muss eben nicht immer weit weg sein. Den Beweis gibt es im Video!

Wir haben Luci zum Interview gebeten, um weitere Einblicke in sein Leben & Riding zu bekommen.

Luci geht gerne BIG: Rodeo 7 Blunt an einem nicht zu kleinen Gap in den Alpen - Foto: Marco Schmidt
Luci geht gerne BIG: Rodeo 7 Blunt an einem nicht zu kleinen Gap in den Alpen – Foto: Marco Schmidt

PRIME Interview: Lucas Mangold

Hi Luci, Bei den aktuellen Bedingungen kann es eigentlich nur eine erste Frage geben: Wie war dein Winter 18/19 bisher?

Anfang Dezember bin ich etwas unglücklich mit dem Hintern auf einem Felsen aufgesetzt und war somit zum Pausieren gezwungen. Gott sei Dank war die Verletzung pünktlich zum fetten Dump nach Weihnachten ausgeheilt und seit dem war’s echt der Hammer. So tiefe Tage im Wald durfte ich noch nie genießen und das gemeinsam mit guten Freunden… besser geht’s kaum.

Kommen wir zu deinem Season Edit aus der letzten Saison. Es war für dich der erste Winter, in dem du dich auf Shootings im Backcountry konzentriert hast. Wie sieht dein Fazit der Saison 17/18 aus persönlicher Sicht aus?

Ja, letzte Saison war mein Rookie Jahr was Backcountry Shootings angeht. Die Crew von Projekt Pommes ist da schon deutlich fortgeschrittener und sie waren so gütig, mich unter ihre Fittiche zu nehmen. Jedenfalls war es ein aufregendes Jahr und ich habe einiges dazu gelernt. Nebenbei waren einige produktive Tage dabei was Shootings angeht.

Hierbei Danke an die Pommes Crew und Tribi (Anm. d. Red.: Marco Tribelhorn)  fürs mitnehmen.

Für solche Backcountry Kicker ist Erfahrung aus dem Park von großem Vorteil - Foto: Nicola Grigis
Für solche Backcountry Kicker ist Erfahrung aus dem Park von großem Vorteil – Foto: Nicola Grigis

Wie ist die Entwicklung bei dir von Park in Richtung Backcountry abgelaufen?

Schon seit längerer Zeit fokussiert sich mein Bild von Freeskiing aufs Backcountry. Dass es die purste Form vom Skifahren ist, mag ein Grund sein, dass es unglaublich viel Spaß macht ein anderer. Der Reiz, die im Park erlernten Tricks im unverspurtem Gelände zu probieren ist somit der nächste logische Schritt.

Dein bester und schlechtester Moment in der letzten Saison?

Mein schlechtester Moment war wohl ein Sturz am Zielhang einer berüchtigten Talabfahrt im Zillertal. War wohl etwas flott unterwegs und ignorierte meine Müdigkeit nach einem langen Tag im Backcountry. Zur Stoßzeit war auch echt viel los auf der Piste, lauter überforderte Touristen, die hart zu kämpfen hatten und der Zustand der Piste war katastrophal. Jedenfalls hat meine Tourenbindung bei der Einfahrt in den Steilhang ausgelöst und ich begann zu rutschen. Schreiend konnte ich auf mich aufmerksam machen und wie ein Wunder räumte ich keinen Touristen über den Haufen.

Einige hundert Meter später, gegen Ende des Steilhangs, schaffte ich es vom Blankeis in den aufgeschobenen Kunstschnee zu kommen, wo ich endlich bremsen konnte. Ski, Brille, Mütze – alles war wild über den Hang verteilt und wurden mir nach und nach von Leuten, die mein Missgeschick beobachtet haben, gebracht. Manche der Touris empfanden bestimmt Schadenfreude wegen meines frechen Fahrstils auf der überfüllten Abfahrt. Ich jedenfalls fahre seitdem deutlich vorsichtiger mit Pin-Bindungen, besonders wenn es eisig ist. Inzwischen heißt der Hang bei uns „Endgegner“.

Wenn ich einen „besten“ Moment von letzter Saison rauspicken müsste, dann wäre das wohl die finale Kicker Session von unserem Trip nach Bergsfjord im Mai. Wir verbrachten bereits einige Tage in der Zone hinter der Lodge, der „infinity bowl“, die ihren Namen aufgrund der unendlichen Optionen zugeschrieben bekam. Am Gegenhang gab’s da einen Spot mit nordwestseitlicher Landung, die abends aufgeslusht sein sollte und sich ideal für einen Step Down Kicker eignete.

Am letzten Tag vor der Abreise hat die Crew dann noch die letzten Kräfte mobilisiert und wir sind zu einer unvergesslichen Sun Set Session aufgebrochen.

Wie sieht dein absoluter Traumtrip mit unbegrenztem Budget aus?

Entscheidend für meinen absoluten Traumtrip ist die Crew, die unbedingt dabei sein müsste. Auf jeden Fall geht’s auf eine Lodge an einen schneereichen Ort mit verspieltem Gelände, von Pillows bis Spinelines und Kickerspots. Vielleicht also nach Kanada. Wichtiger als unbegrenztes Budget wäre unbegrenzte Zeit. Aber eine Schneekatze wäre richtig fein. Helis sind für Poser.

Das Wichtigste für einen Traumtrip: Die Crew! - Foto: Nicola Grigis
Das Wichtigste für einen Traumtrip: Die Crew! – Foto: Nicola Grigis

Shout-Outs?

Shout Outs gehen an alle, die die Zeit am Berg und im Tal so unvergesslich machen! El Makrell, Projekt Pommes und die Garmisch Gang!

Und danke an alle fürs Filmen! Außerdem ein riesen Dankeschön an Marco Tribelhorn fürs Editing!!