Wer so oft im Rampenlicht steht wie Felix Wiemers, bietet viel Angriffsfläche für Gerüchte, die nicht immer stimmen müssen. Hier beschäftigen wir uns mit vier dieser schäbigen Lügen und klären euch über den Rider von der hessischen Sackpfeife auf.

 

Felix Wiemers
Felix Wiemers

1. Die Hochwasserhose

Wer kann sich noch an Felix Debut bei der Freeride World Tour erinnern? Dieses war beim Stopp in Courmayeur 2014. Würde der Freerider von der Sackpfeife uns stolz machen? An dieser Stelle darf schon einmal vorweg genommen werden, dass sich Felix mehr als passabel geschlagen hat und wir natürlich stolz auf unseren Backflip-to-Frontflip-Perfektionisten sind. Doch was wir da im Starthäuschen am Mont Blanc erblicken mussten, als er endlich dran war, ließ uns eher einen Schmerz in der Leistengegend verspühren. Eingeschnürrt in seinen Lawinenrucksack und eine Hochwasserhose vom Feinsten stand er da. Was war geschehen? Es wurde vermutet, dass er zeigen wollte, er sei nun komplett in der Freeride-Rige angekommen und hätte sämtliche Wurzeln zum Freestyle abgeschnitten? Nein, denn wer die Freeride World Tour verfolgt hat, weiß, dass er immer noch eine Menge Tricks im Repertoire hat. Felix wechselte nur kurz vor der Tour seinen Sponsoren und hatte schlichtweg die falsche Größe geschickt bekommen. Nachwievor liebt Felix ein legeres Beinkleid, was ihm und seiner “Sackpfeife” genug Bewegungsfreiheit lässt um auch zukünftig auf der Tour zu rocken.

Felix Wiemers
Felix Wiemers

2. Der Streber

Die Hochwasserhose ist nicht selten das Beinkleid der Wahl des Klassenstrebers. Auch bei Felix wird desöfteren vermutet, dass er ein ganz schöner Strebling sein müsste. Woran machen böse Zungen ihre Vorurteile fest? Erstens ist Felix der Sohn eines sportbegeisterten Akademiker-Ehepaares. Als Sohn zweier Lehrkörper dürfte er schonmal die feinste Erziehung genossen haben, die sich ein Hesse wünschen kann. Zweitens hat Felix nicht nur seine Freeride-Karriere zu bewältigen, sondern meisterte neben dem Wintersport noch den Abschluss seines Lehramtstudiums, ist im Sommer Profi-Turner auf höchster Ebene und ganzjährig bei K2 Teammanager. Klingt ganz so, als würde der Junge sich keinen Spaß im Leben gönnen. Wir wissen allerdings aus erster Hand, dass dies eine ganz gewaltige Lüge ist. Felix geht nämlich nicht nur auf Skiern ab, sondern ist auch abseits der Pisten eine echte Partykanone. All die Hater da draußen sollten anerkennen, das Felix ein verdammtes Brain ist.

Felix Wiemers
Felix Wiemers

3. Die Weißbierdusche

Wie schön sich die Lügen hier ineinader fügen. Obwohl Felix als echter Aprés-Ski-Vetran zu bezeichnen ist, hat er sich irgendwie den Ruf eingeheimst, Weißbier nicht besonders gut zu vertragen. Auch hier müssen wir intervenieren, denn er kippt den Gerstensaft auch gerne mal im Ganzen die Kehle hinunter. Leider packt ihn da manchmal der Übermut und es werden zu viele Halbliter-Schlücke in Folge – wie bei der ISPO-Party vor zwei Jahren, was ihm den Ruf als Amateur-Schütter eingebracht hat. Lasst uns hier aber eines klar stellen:  Felix Wiemers kann schütten wie ein Profi und steht am nächsten Morgen – wenn es sein muss – als erster gut gelaunt auf dem Berg!

Felix Wiemers
Felix Wiemers

4. Der Kater

Die nächste und letzte unsere heutigen vier Lügen ist Gott sei Dank eine positive. Wie eben schon erwähnt, scheint Felix unverwüstlich zu sein und geht immer zu Shredden, egal wie kurz die vorangegangene Nacht auch gwesen sein mag. Egal wie schlecht das Wetter ist, oder wie flach das Licht – Felix steht mit einem Grinsen in der Gondel. Das hat ihm den Ruf eingebracht, niemals einen Kater zu haben. Doch auch hier wissen wir es besser – nicht umsonst sind wir schließlich bei der Skipresse gelandet! Felix kann einen Kater bekommen. Wir vermuten das Grinsen in der Gondel resultiert aus seinem Restalkohol. Setzt mal eure Goggle ab und geht näher ran, dann werdet ihr den debilen Charakter dieses Grinsen erkennen und mit Sicherheit einen Hauch Weißbierfahne schnuppern. Man muss Felix jedoch attestieren, dass er äußerst souverän mit seinem Kater umgehen kann. Er leidet, wie ein Mann – ausschließlich innerlich! Nur so wird man Deutschlands derzeit erfolgreichster Freeskier und landet auf der Freeride World Tour.