Im vierten Jahr der Vereinigung von Saalbach Hinterglemm und Leogang im Salzburger Land mit Fieberbrunn in Tirolhaben haben wir uns für euch aufgemacht, zwischen den vielen Vorzügen einige der absoluten Highlights herauszusuchen.

What’s new?

Wenn sich zwei Destinationen dazu entschließen, ihre Kräfte zu bündeln, geht das nicht ohne Investitionen. Die Infrastruktur muss aufgestockt werden, etwa in Form von Verbindungsliften oder öffentlichen Verkehrsmitteln, aber auch auf dem Berg selbst ist es wichtig, Pisten und Parks so auszurichten, dass möglichst jeder Besucher – egal wie jung oder alt, ob Powder-Junkie oder Park-Jibber – auf seine Kosten kommt.

Daher wurde auch im Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn der Sommer für einige Neuerungen genutzt. Die legendäre rote Kohlmaisbahn, die euch bisher vom Zentrum auf den Saalbacher Hausberg gebracht hat, wurde nach nur wenigen Monaten Bauzeit durch eine neue Bahn ersetzt. In der neuesten Generation der Doppelmayr-Gondeln finden nun zehn Personen gleichzeitig Platz. Mit einer Beförderungsleistung von 3.200 Personen pro Stunde wird zudem sichergestellt, dass keine unnötig langen Wartezeiten entstehen. Wer jetzt wehmütig an die alten, roten Gondeln denkt, den können wir beruhigen: Auch die neuen erstrahlen wieder in leuchtendem Feuerrot!

In Leogang wurde die alte 6er-Asitzmuldenbahn im vergangenen Sommer in den wohlverdienten Ruhestand geschickt. Hier bringt euch ab sofort eine neue 8er-Sesselbahn schneller und komfortabler von der Asitzmulde auf den kleinen Asitz. Die neue Talstation wurde außerdem um ca. 50 Meter verlegt, um das Queren der Piste sicherer zu machen.

Foto: Robert Bachmann
Foto: Robert Bachmann

Beschneiung ist ebenfalls ein Faktor, der für die Resorts immer wichtiger wird. Um diese zu gewährleisten, wurde auch in die Speicherteiche investiert. Der Speicherteich Hochalm in Hinterglemm wird derzeit in zwei Baustufen erweitert und auch in Fieberbrunn im Bereich Streuböden wurde einer der beiden Teiche erweitert. Diese Teiche sind störungsfrei in die Bergwelt integriert und ermöglichen im Winter die Beschneiung mit technischem Schnee, der aus reinem Wasser und kalter Luft erzeugt wird, um die Böden und Grundwasser nicht unnötig zu belasten.

Eine Neuerung, die den reinen Spaß am Fahren im Sinn hat, sind die mehr als zehn Snowt Trails, die im gesamten Verbund verteilt sind. Sind wir doch mal ehrlich: Die meisten von uns verbringen eine Menge Zeit damit, Pisten entlangzucruisen und jeden Sidehit, den wir finden, mitzunehmen. Die Snow Trails sind genau dafür angelegt. Sie befinden sich in unmittelbarer Streckennähe, sind aber nach den jeweiligen topographischen Gegebenheiten ausgerichtet. So gleicht keiner dieser Runs dem anderen und sorgt garantiert für eine Menge kurzweiligen Spaß.

Foto: Roman Lachner, Rider: Marc Hartinger
Foto: Roman Lachner, Rider: Marc Hartinger

In der Wintersaison 2018/19 gibt’s im Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn mit der „Funslope Zwölfer“ und der „Funslope U-Bahn“ zwei brandneue Attraktionen für die ganze Familie. Mit ihren Schneeschnecken, Steilkurven und Wellen machen die beiden Funslopes in Hinterglemm jeden Skitag zum unvergesslichen Erlebnis. Und das Beste dabei ist, dass jeder Gast, egal ob Anfänger oder erfahrener Skifahrer, in den Funslopes zusätzliche Abwechslung zum Carvingspaß auf den tollen Pisten des Skicircus findet.

Snowparks

Foto: Saalbach
Foto: Saalbach

Bevor wir mit euch ins Gelände abbiegen, nehmen wir uns die Snowparks vor, die euch im Skicircus erwarten. Der Learn-to-ride-Park an der Bernkogelbahn in Saalbach ist bestens dafür geeignet, sich auf den kleinen Kickern und Boxen Schritt für Schritt ans Parkfahren heranzutasten. Sobald ihr euch mit den Features vertraut gemacht und an Selbstvertrauen hinzugewonnen habt, könnt ihr im Easy-Park an der Mittelstation Streuböden die nächsten Schritte gehen. Aber natürlich werdet ihr es nicht dabei belassen, sondern euer Parkfahren stetig verbessern.

Dafür eignet sich der Nitro Snowpark in Leogang unterhalb der Muldenbahn bestens. Denn hier findet eine große Auswahl an Jib-Features, verschiedenste Rails und Boxen, Kicker-Lines und obendrein einen Bagjump, mit dem ihr euch auch an schwierigere Tricks heranwagen könnt. Selbst wenn ihr nach einem ganzen Tag Park-Shredden noch immer nicht genug habt oder einfach nicht so früh aus den Federn gekommen seid, braucht ihr keine Sorgen zu haben, nicht genug Park-Laps sammeln zu können. Denn der Snowpark U-Bahn an der Unterschwarzachbahn ist vom Zentrum Hinterglemms einfach per Fuß zu erreichen und hält seine Pforten von Montag bis Samstag bis 21.30 Uhr für euch geöffnet. Ausgestattet mit einer Kickerline von 6 bis 10 Meter Tables, Rails, Tubes und Wallride, könnt ihr hier im Flutlicht eure letzten Tricks in die Landung stellen, wenn andernorts schon längst Schicht im Schacht ist.

Foto: Saalbach

Ein weiteres Park-Highlight wartet in Leogang auf euch: In einem 300 Meter langen, abgegrenzten Areal unterhalb der Muldenbahn wurden einige Obstacles so in das Gelände integriert, dass im Winter ein Backcountry-Freestyle-Park entsteht. Dort könnt ihr eure im Park erlernten Skills ideal in den Tiefschnee übersetzen und beim nächsten Tiefschnee-Ausflug eure Freunde beeindrucken!

Freeriden überwindet Grenzen

Auf Sicherheit wird im gesamten Resort besonders viel Wert gelegt, besonders beim Thema Freeriding. Aus diesem Grund wurden insgesamt 14 LVS-Checkpoints installiert, die von den beiden LVS-Such- und Übungsfeldern sowie dem eigens entwickelten Schneeinformations- und Lawinenwarnsystem LO.LA (Lokaler Lawinenlagebericht) ideal ergänzt werden. Darüber hinaus hilft euch die Saalbach-App dabei, die geografischen Lageberichte der amtlichen Lawinenkomission individuell auf den ausgewählten Hang zu übertragen.

Foto: Saalbach
Foto: Saalbach

Genug gewartet, ab ins Gelände! Vom Hausberg der Gemeinde Saalbach-Hinterglemm, dem Schattberg, geht es über den Schattberg Sprinter oder die Westgipfelbahn hinauf zum Stemmerkogel. Von hier aus könnt ihr eine schöne und abwechslungsreiche Variante zurück nach Hinterglemm oder nach Jausern fahren, die mit offenen Hängen beginnt und in verspielten Tree-Runs endet. Unten angekommen geht es gleich weiter, und zwar unterhalb des Zwölferkogels.

Vom Gipfel aus Richtung Norden, gibt es mehrere Möglichkeiten für einen Run hinunter ins Tal. Aber Vorsicht: Hier befinden sich Sperrzonen, die es unbedingt zu beachten gilt. Denn schließlich verstehen wir Freerider uns als Teil der Natur und nicht als deren Gegner. Vom Tal aus geht es weiter in Richtung Osten hinauf, bis ihr schließlich am Reiterkogel angelangt seid. Unterhalb der TirolS-Bahn, die das grenzüberschreitende Freeride-Vergnügen erst möglich macht, könnt ihr jede Menge Sprays und Drops für euch verbuchen.

Foto: Saalbach
Foto: Saalbach

Weiter geht es Richtung Fieberbrunn, jenem Resort, in das Jahr für Jahr die besten Freerider der Welt reisen, um sich im Zuge der Freeride World Tour am 2.118 Meter hohen Wildseeloder miteinander zu messen. Neben den Lines unterhalb dieses berühmten Gipfels, gibt es noch eine Menge anderer Lines zu entdecken. Ein kurzer Hike nach dem Ausstieg des Sessellifts Hochhörndl und schon steht ihr am Start der Abfahrt durch den Pletzergraben. Und weiter geht’s unterhalb der Reckmoos Nord: Nach einer kurzen Traverse nach links, offenbaren sich euch eine Vielzahl unterschiedlicher Lines, die mit Wechten, Cliff Drops und schmalen Rinnen gespickt sind. Noch mehr Cliff Drops findet ihr auf der rechten Seite der Seilbahn.

Für Freeride-Einsteiger eignen sich die offiziell ausgeschriebenen Routen, die sich vorwiegend am Lärchfilzkogel sowie Reckmoos Nord & Süd befinden. Für das ultimative Freeride-Erlebnis, empfehlen wir das Freeride-Weekend inklusive Freeride World Tour, Freeride Testival und Freeride Camps!

Foto: Roman Lachner
Foto: Roman Lachner

Wie ihr seht, hat sich der Zusammenschluss und das Überwinden von Landesgrenzen enorm gelohnt. Vier Snowparks, ein riesiges Pistenangebot und eine Vielzahl an unterschiedlichsten Freeride-Varianten, die ohne lange Hikes zu erreichen sind, wären euch ansonsten durch die Lappen gegangen. Macht euch selbst ein Bild und genießt eure Zeit im „Home of Lässig“!

Alles auf einen Blick

Website: saalbach.com
Höhenlage: 786 – 2.086 m
Open: Dezember bis April
Liftanlagen: 29 Seilbahnen, 21 Sesselbahnen, 20 Schlepplifte
Pisten: 270 km

Events

22.02.19 Freeride Testival
22. – 28.02.19 Freeride World Tour Fieberbrunn
27.02. – 03.03.19 risk’n’fun Camp
28.02.19 Freestyle Show Night

Tickets (Euro)

1 Tag 47,- (Erwachsene), 35,50 (Jugendliche), 23,50 (Kinder*)

6 Tage 223,50 (Erwachsene), 167,50 (Jugendliche), 112,- (Kinder*)
Saison 610,- (Erwachsene), 432,- (Jugendliche), 238,- (Kinder*)

*Gratis Montelino Skipass für Kids geboren 2013 und später Kinder (2003-2012), Jugendliche (2000-2002)

Power of Zehn: Jeden Samstag kostet der Tagesski- pass nur 10,- Euro für die Jahrgänge 2000-2012

Parks

Saalbach: Learn-to-Ride-Park,
Hinterglemm: Snowpark U-Bahn, Funcross, Funslopes
Fieberbrunn: Easy-Park
Leogang: Nitro Snowpark, Freeride Park

Verbünde:

365 Alpin Card, Salzburger Super Ski Card