Team Europe geht beim Swatch Skiers Cup Knapp in Führung

Seine Majestät, das Matterhorn, hat schon vieles gesehen. Aber solch eine spektakuläre Action hat selbst diese weltberühmte Bergpyramide sicher noch nie erlebt. Auf dem mit 600 Höhenmetern längsten Backcountry-Slopestyle-Parcours der Welt lieferten sich die Fahrer der rivalisierenden Teams aus Europa und Amerika ein hart umkämpftes Duell nach dem anderen und übertrafen sich gegenseitig in Akrobatik und Trickreichtum.

Seine Majestät, das Matterhorn, hat schon vieles gesehen. Aber solch eine spektakuläre Action hat selbst diese weltberühmte Bergpyramide sicher noch nie erlebt. Auf dem mit 600 Höhenmetern längsten Backcountry-Slopestyle-Parcours der Welt lieferten sich die Fahrer der rivalisierenden Teams aus Europa und Amerika ein hart umkämpftes Duell nach dem anderen und übertrafen sich gegenseitig in Akrobatik und Trickreichtum.

The Swatch Skiers Cup, the first-ever continental team freeski event, Zermatt / Switzerland - February 2015. 18 of the world’s best freeskiers competing in both Big Mountain and Backcountry Slopestyle to bring back home the treasured Swatch Skiers Cup trophy.   The 2 teams of 9 Riders, led by captains Seth Morrison - USA (Team Americas) and Julien Regnier - FRA (Team Europe), will battle in a series of man-to-man duels in the Swiss Alps. A rider winning his duel scores one point for his team and the team with the most points at the end of the 2-day competition gains possession of the Swatch Skiers Cup trophy for one year.

Die Judges bewerteten jeden Heat nach einem einfachen Modell: Ein Punkt für den Sieger, kein Punkt für den Verlierer. Dennoch berücksichtigten sie bei ihrem Urteil viele Details. Der SSC- Judge, frühere Skiprofi und Drittplatzierte der X-Games 2002, Philippe Poirier (CAN), erklärte die Beurteilung nach dem Gesamteindruck: „Wir achten auf den Style in der Luft, saubere Landungen, die Zusammensetzung des Runs und ob er flüssig und originell ist. Auch wenn man weiß, dass der Gegner gestürzt ist, muss man Gas geben. Denn wenn man dann nur mit Grätschsprüngen über die Kicker hüpft, riskiert man, dennoch zu verlieren.

1. Runde – Die Testfahrt, die schon zählt
Vor der ersten Runde hatten die Fahrer die Strecke nicht testen, sondern nur von außen inspizieren dürfen. Der erste Speedcheck zählte also gleich für die Wertung! Sam Favret (FRA) holte im Auftakt-Heat den ersten Punkt für Team Europe; im Vergleich zu Sage Cattabriga-Alosa (USA) hatten seine Tricks den höheren Schwierigkeitsgrad. Die nächsten vier Runden gingen an Team Americas. Sowohl Richard Permin (FRA) als auch Sven Kueenle (GER) stürzten heftig, wurden zum Check ins Krankenhaus transportiert und fielen für die zweite Runde aus. Die erste Runde endete mit dem Duell der beiden Team Captains Seth Morrison (USA) und Julien Regnier (FRA). Der Punkt ging an den Europäer, da Seth zwar oben einen Flat 360 Japan sowie einen gewaltigen Backflip von einem erstmals befahrenen Felsen stand, dann aber beim nächsten Sprung stürzte. Somit stand es nach der ersten Runde 5:4 für Team Americas.

Photographer: David Carlier - Shots from the Swatch Skiers Cup 2015 - Zermatt
2. Runde – Europa schlägt zurück!
In der zweiten Runde glichen die Europäer dann aus. Loïc Collomb-Patton (FRA) holte knapp einen Punkt gegen Rory Bushfield (CAN), obwohl dieser als erster Teilnehmer überhaupt den großen Kicker Nr. 4 übersprang. In den nächsten Runden wechselte die Führung ständig. Dann kam das heiß erwartete Duell der Legenden: Seth Morrison (USA) gegen Sverre Liliequist (SWE). Beide bewiesen, dass sie noch nicht zum alten Eisen gehören. Seth sprang an „seinem“ Cliff einen noch massiveren Backflip als beim ersten Mal. Damit trieb er Sverre dazu, einen ebenso gewaltigen Backflip an einem anderen Felsen zu zeigen. Beide crashten, aber der Wow-Faktor ihrer Runs war so hoch, dass sie zu den Highlights des Tages zählten. Der Punkt ging an Sverre, es stand 9:7 für Team Europe.

Andy Mahre (USA) gelang es dann trotz eines spektakulären Runs nicht, Sam Favret (FRA) zu bezwingen. Im letzten Heat fuhr Loïc Collomb-Patton (FRA) ein zweites Mal in dieser Runde und ersetzte damit Sven Kueenle. Dieses Duell gegen Sage Cattabriga-Alosa (USA) war das niveauvollste des Tages. Der Amerikaner gewann mit der heute wohl kreativsten Linie, einschließlich einer Kombination aus geshapeten und natürlichen Features, einem Double im oberen Part sowie einem zuvor noch nicht gesprungenen Cliffdrop.

Photographer: David Carlier - Shots from the Swatch Skiers Cup 2015 - Zermatt

„Niemand war vorher diesen Kicker gesprungen, und daher bin ich richtig im Powder gelandet
“, freute sich Sage danach. „Bei Contests mit Judging nach dem Gesamteindruck ist es immer besser, eine andere Linie zu fahren als der Rest der Teilnehmer. Wenn dort niemand vorher gesprungen ist, ist die Überraschung umso größer.

Damit steht es nach dem ersten Tag 10:8 für Team Europe. Bevor aber das siegreiche Team dieses 5. Swatch Skiers Cups feststeht, wird noch ein entscheidender Contest durchgeführt: Der Big Mountain findet am morgigen Donnerstag im Backcountry von Zinal statt. Nach diesen spannenden Freeride-Duellen werden die Sieger bei der offiziellen Siegerehrung im Event Village vor dem Swatch Store in Zermatt um 18 Uhr die legendäre Trophäe des Swatch Skiers Cups entgegennehmen.