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Völkl: Mit Teamarbeit zur neuen Revolt 2021 Serie

Interview: Roman Lachner

Teamarbeit wird bei Völkl aktuell ganz groß geschrieben und so gibt es nicht nur sehenswerte Teammovies, sondern auch bei der Entwicklung der neuen Revolt Serie 2021 haben die eigenen Pro-Rider entscheidend mitgewirkt, wie uns Markus Eder im Interview näher erklärt.

Bei Völkl kann man, wenn man von den „Revolt“ spricht, nicht von einem Pro-Model sprechen, sondern müsste dieses besser als Team-Model bezeichnen. Die beiden Latten sind nämlich das Ergebnis einer engen Kooperation zwischen Chefingenieur Lucas Romain, Produkt- & Teammanager Jean-Claude Pedrolini und den Teamfahrern Markus Eder, Paddy Graham, Fabio Studer, Colter Hinchliffe, Tanner Rainville, Sam Smoothy und Tom Ritsch.

Interview: Völkl Temrider und FWT Champ Markus Eder

Hallo Markus! Bei Völkl wie auch bei Dalbello hast du schon oft dein Verständnis für unseren Sport in die Konzeption neuer Modelle einfließen lassen. Wie unterschied sich der „Built together“-Ansatz von deinen bisherigen Erfahrungen während Produktionsphasen? Aus der Völkl-­Kampagne sind zwei neue Modelle für die Freeski-Kollektion 2019/20 entwickelt worden.

Völkl und Dalbello haben schon immer großen Wert auf die Meinung der Teamrider gelegt und zahlreiche Produkte mit Athleten wie Glen Plake, Stian Hagen oder Ahmet Dadali realisiert.

Durch „Built together“ von Völkl wurde die Zusammenarbeit mit den Pros jetzt in eine neue Richtung gepusht.

Es wurden also genau jene Teamrider für die Entwicklung ausgewählt, zu denen das finale Produkt am besten passen würde. Gleichzeitig wurden wir auch das erste Mal in jeden einzelnen Schritt der Entwicklung mit einbezogen, um bis in jedes Detail genau den Ski zu konstruieren, von dem wir Rider träumen.

Du warst an den Off-Piste-Modellen beteiligt, dem „Revolt 121“ und dem „Revolt 104“, zwei komplett neue Skier in der Range der Straubinger. Was waren für euch Rider die wichtigsten Merkmale, die eure Babys haben sollten?

Der „Revolt 121“ sollte unser Traum-Powder-Ski werden. Mir persönlich war wichtig, dass er sowohl im tech­ni­schen Gelände als auch bei hohen Geschwindigkeiten stabil sein sollte. Darüber hinaus sollte er bei hohen Cliff Jumps dem massiven Impact stand­halten. Andererseits sollte er spielerisch reagieren, sich lässig driften lassen und sich easy switch riden las­sen.

Diese etwas konträren Eigen­schaf­ten in einem Modell zu vereinen stellte sich als ein wirklich schwieriges Unterfangen heraus.

Doch wir haben es schließlich geschafft und den vielfältigsten Powder-Ski auf dem aktuellen Markt entworfen. Das lag maßgeblich auch an Ingenieur und Shred-Buddy Lucas Romain, der mit seinem 3 Radius Side­cut dem „Revolt 121“ sogar noch eine unkomplizierte Carving-Performance einimpfen konnte. Der „Revolt 104“ unterdessen sollte von Beginn an ein Allrounder werden, der überall Spaß macht, also auf der Piste, im Gelän­de und sogar im Park, sei es bei Slush oder auch in winterlichen Be­din­gungen.

Er sollte der kleine Bruder des „Revolt 121“ werden, wieder mit dem 3 Radius Side­cut. Bei diesem Ski waren wir Rider, Lucas, der Ingenieur, und „Schinka“, unser Team- und Product Manager, bereits ein eingespieltes Team und zogen ab Tag eins am gleichen Strang.


Video: Völkl Teamrider Tom Ritsch stellt die neue Revolt 2020/2021 Serie vor

Und bei der finalen Abstimmung der beiden Modelle? Gab es da kei­ne sehr unterschiedlichen Ansich­ten, wie die Skier performen sollten? Schließlich unterscheidet sich dein eher kreatives Riding deutlich vom radikalen Big-Mountain-Style eines Herrn Smoothy?

Sicherlich hat jeder Rider, der an der Ent­wicklung der „Revolt“ beteiligt war, seine Spezialitäten. Wir alle sind jedoch vielfältige Skifahrer und aufgeschlossen, was die Styles der anderen betrifft. Aber du hast recht, die große Herausforderung des Projekts war es sicherlich, alle Feedbacks und Ideen unter einen Hut zu bekommen, ohne dass sich jemand von uns nicht berücksichtigt gefühlt hätte.

Wie verlief generell die Testphase? Ihr habt als Team gemeinsam recht viele Flugmeilen abgerissen, oder?

Den ersten Test mit dem „Revolt 121“ haben wir in Laax Anfang Winter 2018 gemacht. Von da an haben wir uns fünf- oder sogar sechsmal in den österreichischen Alpen getroffen, um unterschiedliche Shapes zu testen. Den finalen Call zum 121er haben wir dann im Sommer 2018 in Argentinien gestartet, wo wir den Flex der verschiedenen Längen festgelegt haben. Nach dem Abschluss des breiten „Revolt“ haben wir uns dort auch das erste Mal den 104er unter die Füße geschnallt und somit diese Testreihe eingeläutet. Nachdem wir diesen dann wieder den ganzen Winter in den Alpen gecheckt hatten, wurde die finale Version im darauffolgenden Sommer, also 2019, wieder in Argentinien festgelegt.

Für die Kollektion 2020/21 hat US-Künst­ler Ben Brough den Pinsel geschwun­gen und seine bekannten Füchse auf die Decks gepackt.
Für die Kollektion 2020/21 hat US-Künst­ler Ben Brough den Pinsel geschwun­gen und seine bekannten Füchse auf die Decks gepackt.

War Argentinien eigentlich das Highlight der ganzen Kampagne?

Ja, ganz bestimmt, Argentinien war der Hammer! Die Zeit mit dem ganzen Team, das Philosophieren über un­se­ren Sport und das Testen der Mo­delle war megacool! Ich glaube, das hat uns alle extrem zusammen­ge­schweißt. Zudem ist Bariloche ein unglaublich schöner Ort. Dieser positive Eindruck war bestimmt auch der Tatsache geschuldet, dass uns auf beiden Trips in Argentinien Locals geguidet und somit die besten Flecken ihres Home-Spots gezeigt haben.

Eure Ideen hat dann Lucas Romain in Form gebracht und ist mit immer wie­der neuen Prototypen um die Ecke gekommen. Es gibt wahrscheinlich nur wenige Ingenieure, die stylishe Switch-Flat-5er ins Backcountry schmei­ßen, oder?

Ja, eindeutig. Lucas ist schon ein ziemlich crazy und megacooler Dude! Den „Revolt 121“ hat er selbst ausgiebig getestet, auch wenn er ursprünglich vom Freestyle kommt und bislang vergleichsweise wenig Pow­der-­Erfahrungen gesammelt hatte. Es war aber sicherlich eine tolle und wich­tige Erfahrung für ihn, unser Feed­back zu überarbeiten und über dieses zu lernen, worauf es im Powder ankommt. Beim kleineren 104er hat er übrigens noch mehr Gas gegeben. Ich kann mich noch erinnern, wie er mir erzählt hat, dass er am Tag darauf die upgedatete Version in Saas-Fee testen wollte.

Am nächsten Tag habe ich dann auf Instagram gesehen, wie unser Frenchie einen Switch Double 1080° Seatbelt bis ins Flat hinunter sendet – eben genau mit diesem Prototyp.

Nach der Konstruktion der beiden Modelle habt ihr euch in Straubing getroffen, um zusammen mit Designer Ken Griffin aus New York an den Graphics zu arbeiten. Durftet ihr euch da ebenso kreativ einbringen wie bei der Performance der beiden Modelle?

Bei diesem Meeting war ich leider nicht mit von der Partie, aber Lucas und Paddy habe sicherlich ihre Ideen mit eingebracht. Neben der Performance ist auch das Deck extrem ­gelungen.

Gibt es bei Völkl bereits Ambitionen, eure „Built together“-Kampagne wei­terlaufen zu lassen oder sogar auf die komplette Freeski-Kollektion auszuweiten?

Momentan befinden sich zwei neue Park-Modelle in der Enstehungs­phase, die mit den Pipe&Park-Ridern aus dem Völkl Freeski Team entwickelt werden.

Zu diesen Modellen habe ich so gut wie keine Infos, kann es aber kaum erwarten, die Serienmodelle zu sehen, zu fahren und alles über deren Konstruktion zu erfahren.

Der Völkl „Revolt 121“ 2021 im Detail

Völkl "Revolt 121" 2021
Völkl „Revolt 121“ 2021

Dank eines klassischen Cambers bewahrt sich der „Revolt 121“ trotz seiner üppigen Taille ausreichend Grip, wenn ihr mal über Hardpack knat­tern müsst. Gleichzeitig bleibt er allerdings relativ beweglich, was vor allem am Design der Skispitzen und an den Ro­ckern liegt. Dafür verantwortlich sind in erster Linie der 3-Radien-Side­cut sowie eine speziell geformte Nose, die gerade im weichen Schnee Butter-Tricks und Driftschwünge ermöglicht. Die Tough-Box-Konstruktion sowie der Multilayer-Holzkern ma­­chen den Ski stark genug für alle noch so radikalen Ansprüche der Free­ski-­Community.

Specs: Völkl „Revolt 121“ 2021

  • Längen: 177, 184, 191 cm
  • Shape: 143/121/135 mm
  • Radius: 19,5 m
  • Preis: 749,95 Euro

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Der Völkl „Revolt 104“ 2021 im Detail

Völkl "Revolt 104" 2021
Völkl „Revolt 104“ 2021

Der „Revolt 104“ ist deutlich weniger breit als sein großer Bruder und dadurch eine ganze Ecke vielseitiger. Dabei behält der 104er seine Stärken für Freestyle im Backcountry bei, jedoch ermöglicht er euch auch Ses­sions im Park, wo seine breite Taille für hohe Stabilität bei euren Landungen sorgt. Sein Multilayer Woodcore sowie die Full Sidewall bieten Solidi­tät und Widerstandsfähigkeit beim Ski­fahren. Die Kombination aus Buche und Pappel ermöglicht einen extrem belastbaren Stabholzkern, der sich aus Hartholz im Bindungsbereich und etwas leichterem Holz im restlichen Bereich zusammensetzt.

Specs: Völkl „Revolt 104“ 2021

  • Längen: 172, 180, 188 cm
  • Shape: 132/104/122 mm
  • Radius: 20,2 m (180 cm)
  • Preis: 499,95 Euro

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