Snowpark-Spezialist Schneestern weiter auf Wachstumskurs

Obstacles, Fun Tubes, Wallrides und Rails. Nicht nur die kreative Sprache der Freestyler macht sich im Wintersport immer mehr breit. Die wachsende Nachfrage nach Spaß und Emotionen auf der Piste sorgt im Markt der Snowparks für anhaltende Dynamik. Das Unternehmen Schneestern aus Durach hat sich in 16 Jahren vom coolen Startup zum führenden Anbieter von Snowpark Obstacles und Equipment auf dem europäischen Markt entwickelt. Auf das All-Inclusive-Konzept der Allgäuer – von der ersten Idee bis zur täglichen Pflege – vertrauen hochkarätige Events wie der Freestyle World Cup und die angesagtesten Wintersport-Destinationen in den Alpen.

Der Winter ist einfach unberechenbar. „Langfristige Vorplanung ist schwierig. Wenn der Schnee da ist und wenn die Bedingungen stimmen, dann müssen wir schnell sein“, sagt Dirk Scheumann, Gründer und Geschäftsführer der Schneestern GmbH und Co. KG in Durach im Allgäu. Schnelle Reaktion und termingerechtes Arbeiten zählt für ihn zu den wichtigsten Kriterien. Seit mehr als 15 Jahren designt, plant und baut Schneestern Snowparks und hat sich als führender Produzent von den darin verbauten Hindernissen, den so genannten Obstacles, und dem dazugehörigen Equipment in Europa etabliert. Der Erfolg beruht auf einer Kombination aus Leidenschaft und Professionalität. Die 65 Mitarbeiter inklusive der Firmenleitung sind begeisterte Actionsportler und mit dem Shredden am Berg und Skaten im Park groß geworden. Sie leben das, wofür sie arbeiten. Mittlerweile sind viele von ihnen Familienväter und wissen aus eigener Erfahrung, worauf die Kids abfahren und was in der Szene angesagt ist.

Dirk Scheumann beim gemeinsamen Abendessen mit dem koreanischen Agenten © Schneestern GmbH & Co. KG
Dirk Scheumann beim gemeinsamen Abendessen mit dem koreanischen Agenten © Schneestern GmbH & Co. KG

Business: Alles aus einer Hand
Scheumann und sein Team setzen auf Fullservice. Die Auftraggeber bekommen alles aus einer Hand. „Wir betreiben eine eigene Produktion für das Equipment, haben unsere eigenen Experten und können so auf Änderungen und spezielle Wünsche der Kunden extrem schnell reagieren“, sagt Scheumann. Zusätzlich zum internen Qualitätsmanagement unterzieht sich Schneestern als einzige Snowparkfirma weltweit einer unabhängigen Qualitäts- und Sicherheitsprüfung durch den TÜV. Schneestern plant die Parks mit individuellen Setups, entwickelt 3D-Modelle und sorgt vor Ort für eine perfekte und termingerechte Umsetzung. Alles aus einer Hand vom Obstacle und vielen Modulen wie der Butter Box oder dem Softbow über den Gerüstbau bis hin zum erforderlichen Geräte- und Maschinenpark. Diese Philosophie wird von den Auftraggebern immer mehr geschätzt. Ebenso die ergänzenden Dienstleistungen, die Schneestern entwickelt hat. Zum Beispiel ein Zählsystem, um Gästefrequenzen messen und daraus künftige Investitionen ableiten zu können. Darüber hinaus realisiert Schneestern kreative Fotoshootings an ausgefallenen Plätzen.
Shaper_8_15x10_300dpiKunden: Kultevents wie Air + Style und Freestyle Worldcup sind made by Schneestern
Über die Jahre hat das Unternehmen eine Menge Referenzen gesammelt. Kultevents wie 
Air + Style in Innsbruck, Nine Knights in Livigno und freestyle.ch in Zürich setzen auf das Know-how und die Erfahrung von Schneestern. Auch beim FIS Freestyle World Cup, bei 
hochklassigen Video-Drehs für Red Bull oder der Durchführung von Trainingslagern für 
Weltklasse-Athleten wie Shaun White sorgt Schneestern für perfekte Bedingungen. Mottolino Snowpark, Snow Park Montafon und Stubai Zoo, der vom weltweit renommiertesten Snowboardmagazin „Transworld Snowboarding“ als „bester Snowpark der Welt“ bezeichnet wurde, sind nur einige der Vorzeigeprojekte. Jüngstes Highlight ist der Auftrag für den Slopestyle World Cup 2016 in Pyeongchang in Südkorea, der als Generalprobe für die Olympischen Winterspiele 2018 gilt.

Das Setup in der Overview.
Das Setup in der Overview.

Historie: Vom Hinterhof Startup zum Top-Player in der Szene
Begonnen hat die Geschichte von Schneestern mit, wie Dirk Scheumann es nennt, purem Egoismus. In den späten 1990er Jahren war er als professioneller Freeskier unterwegs und hatte zuhause in Durach keinen Snowpark in der Nähe. Am Fellhorn bei Oberstdorf realisierte er in Eigeninitiative einen ersten Park und fand schnell Gefallen an dieser Arbeit. Als gelernter Zimmermann, der zudem die Bautechnikschule besuchte, hatte er auch gute Voraussetzungen. „Bis zum Studium habe ich im Winter als Shaper gearbeitet und war im Sommer surfen“, erinnert er sich. Aus dem Studium ist nichts geworden. Scheumann wechselte direkt ins Snowpark-Business und meldete sein Unternehmen für Wintersport- und Freizeitanlagenbau an. Ein Gewerbe, das es bis dahin noch nicht gab. Keine schlechte Entscheidung, denn das Geschäft wuchs kontinuierlich. 2010 wurde eine eigene Produktionshalle gekauft, drei Jahre später entstand die Kooperation mit Kässbohrer, deren Pistenbullys beim Parkbau eingesetzt werden. Das Wachstum geht weiter: „Freestyle wird immer populärer und spricht immer mehr Menschen an, die im Schnee Spaß haben wollen“, ist Scheumann überzeugt. „Die Zeiten sind vorbei, in denen es nur eine kleine avantgardistische Minderheit interessierte.“ Die Schanzen werden kleiner, die Angebote für Kids werden immer umfangreicher und mit trendig inszenierten Spezialpisten werden auch bislang konventionelle Skifahrer angesprochen, die eine neue Spaßqualität im Skigebiet erleben wollen.