GORE-TEX hat den Markt für wasserdichte und atmungsaktive Outerwear jahrelang dominiert. Mit Innovationen anderer Hersteller beginnt sich das Spielfeld jedoch zu verschieben. Neue Technologien von The North Face, Showers Pass, Patagonia und weiteren setzen auf Performance und Nachhaltigkeit.
ePTFE-Membranen waren lange der Standard: Milliarden von Mikroporen machen GORE-TEX wasser- und winddicht, lassen aber Wasserdampf (Schweiß) schnell entweichen. Das sorgt für Schutz im Powder und Komfort bei langen Hikes.

Jetzt setzt GORE-TEX mit einer ePE-Membran (expanded polyethylene) neue Maßstäbe. Diese Membran kommt ohne zugesetzte PFAS aus und ist dünner, leichter und leiser, bleibt aber robust, wasserdicht und atmungsaktiv. Performance und ökologischer Fußabdruck werden gleichermaßen berücksichtigt.
Neue Player – Alternative Technologien

H2No (Patagonia): Kein eigenes Material, sondern ein Teststandard. Die Outerwear muss einen „Killer Wash“ und 10.000mm Wassersäule durchstehen. H2No punktet mit Komfort und Flexibilität, bleibt aber etwas hinter den technischen Werten von GORE-TEX zurück. Das Deluge DWR-Finish ist langlebig und braucht weniger Nachbehandlung.
FutureLight™ (The North Face): Durch „nano spinning“ entstehen Membranen mit mikroskopisch kleinen Öffnungen – für doppelte Atmungsaktivität im Vergleich zu klassischen Membranen bei gleichzeitigem Wetterschutz. Der Stoff fühlt sich angenehm weich und nicht so klamm an.
eVent: Diese Membran ist luftdurchlässig (air-permeable), was gerade bei intensiven Aktivitäten den Tragekomfort und die Trockenheit spürbar erhöht. Schwitzige Lines gehören damit der Vergangenheit an.

SympaTex: Komplett recyclebare Polyester-Polyether-Membran. Wasserdicht, atmungsaktiv und ökologisch sinnvoll – ohne Performanceverlust.
Pertex: Leicht, wasserabweisend und atmungsaktiv, daher oft bei Backcountry- und Lightweight-Kits im Einsatz. Mit rund 10.000mm Wassersäule eine günstige, aber funktionale Alternative.
Designentwicklungen: Mehr als nur Membranen
Der Fokus verlagert sich vom Membran-Kern auf ein ganzheitliches Outerwear-Konzept. Body Mapping kombiniert verschiedene Materialien, etwa Down und Synthetik, für gezielte Wärme und Ventilation. So entstehen Jacken und Shells, die spezifisch für Powder-Runs, Hikes oder chillige Sessions designt sind.
Für Rider, die in die Saison mit einer TGR Stashaway Shell oder ähnlichen Tech-Shells starten: Die Auswahl an High-Performance Gear wächst und wird nachhaltiger. Wer Wert auf Funktion, Gewicht und Umwelt legt, profitiert von der aktuellen Dynamik im Outerwear-Markt.
