Bei der Freeride World Tour treten jährlich die besten Freerider der Welt gegeneinander an, um die krassesten Lines der Welt zu bezwingen. Lest hier alle Infos über die Geschichte, Regeln, Austragungsorte und natürlich die bisherigen Gewinner der FWT!

Die ersten Events unter dem Namen Freeride World Tour fanden 2008 statt, davor war es noch unter Xtreme Verbier bekannt. Gründer und CEO der Tour ist der Schweizer Nicolas-Hale-Woods.

Neben der namensgebenden Contest-Tour, gehören weitere Eventreihen zu dem Entwicklungsprogramm der Freeride World Tour.

Die Freeride World Tour ist DAS Flagship Event. Jährlich trifft sich die Creme de la creme der Freerideszene an 5 verschiedenen Destinationen um beim Finale in Verbier (Schweiz) den besten Freerider und die beste Freeriderin der Welt zu küren.

    • 5 Events & 50 Rider

Alle Tourstopps und alle Rider der FWT 2019

©freerideworldtour.com / JEREMY BERNARD

Die „kleine Schwester“ der FWT unterstützt und fördert den Nachwuchs. In insgesamt 60 Veranstaltungen rund um den Globus sammeln die Rider Punkte. Das Scoreystem basiert auf dem Ranking der jeweiligen Events (1-4 Sterne) und der jeweiligen Eventregion.
(Region 1: Europa, Asien & Ozeanien / Region 2: USA, Kanada, Chile und Argentinien)

    • über 60 Events & 2.700 Rider

Damit der Nachwuchs nicht zu kurz kommt, treten bei der FJT und der FJWC Rider unter 18! Jahre gegeneinander an. Neben Fahrskills lernen die Junioren hier alles über Verletzungsprävention, Sicherheit und Verhalten am Berg.

      • über 70 Events & 1.800 Rider

Der Freeride World Club kooperiert zusammen mit Skischulen rund um den Globus. Hier werden unterschiedliche Programme angeboten, um ambitionierten Wintersportlern die Magie des Freeriden näherzubringen.

      • 13 Skischulen & 300 Rider

Die Geschichte zur Entstehung der Freeride World Tour

Wenn jemand als „Vater des Freeriden“ bezeichnet werden kann, dann vielleicht der Franzose Emile Allais. Er und seine Ski Crew waren die ersten, die bereits in den 1930er und 1940er Jahren die Schluchten von Charmonix herunterbretterten. Absolut verrückt, wenn man bedenkt, was der damalige Standard für Ski und Ausrüstung war.

Es dauerte bis in die späten 60er und 70er Jahre, bis sich die Ausrüstung langsam verbesserte und Skifahren sich zu einem Breitensport entwickelte. Zu dieser prägten maßgeblich die Franzosen die Freerideszene. Visionäre wie Sylvain Saudan, Patrick Vallencant, Bruno Gouvy & Jean Marc Boivin sprengten mit ihren Lines die Grenzen. Trotz des verbesserten Equipment war der Skisport zu dieser Zeit mehr als extrem. Visionäre wie Sylvain Saudan, Patrick Vallencant, Bruno Gouvy & Jean Marc Boivin sprengten mit ihren Tiefschneeabfahrten die Grenzen des bis dahin Möglichen. Jede Line war ein Ritt auf der heißen Klinge, denn wer stürzte, stand oft nicht wieder auf.

Nachdem Freeriden in Europa immer populärer wurden, ließen die Amerikaner nicht lange auf sich warten. Bill Briggs und Steve McKinney wurden zu den Gesichtern einer neuen, amerikanischen Generation an Freerider. Sie suchten ihre Lines in den Rocky Mountains, den Wasacht Mountains oder in Sierra Nevada. Ikonen wie Glen Plake & Scot Schmidt hoben das amerikanische Skifahren auf ein neues Leven und brachten neue Ästhetik und mehr „Hollywood“ in den Sport. Der Filmemacher Greg Stump ebnete unterdessen mit seinem Film: Blizzard of Aah’s den Weg für zukünftige Ski und Snowboard Productions.

1991 war es dann endlich soweit: mit der World Extreme Ski Championship (WESC) in Valdez (Alaska) feierte die Freeride Community das erste Big Mountain Freeride Event. Die Startliste war voll mit der Créme de la Créme der damaligen Riderszene und Douglas Coombs und Kim Reichhelm wurden zu den ersten Gewinnern gekürt. Vor allem zu dieser Zeit verfeinerten die Europäer – darunter allen voran die Franzosen und Schweden – ihre Big Mountain Techniken. Der französische Teenager Guerlain Chicherit löste mit seinem Gewinn von WESC 1999 schließlich den Konten für die europäische Pro-Szene. Sein Sieg hatte enormen Einfluss auf die Freeride Bewegung in Frankreich und ganz Europa und wurde von vielen Fans als der Beginn einer Art „Freeride Revolution“ angesehen.

Aber was war mit Snowboarden?

Bereits in den frühen 1980er Jahren war klar, dass ein Snowboard sich mindesten genauso gut dafür eignet, schweres und steiles Gelände zu erkunden. Tatsächlich entwickelte sich das Snowboard für viele Bergsteiger zum idealen Werkzeug für Backcountry und Big Mountain Slopes.

Wie die Skifahrer entwickelten die Snowboarder Anfang der 1990 Jahre ihr erstes Freeride Event: Die 1992 stattfindende World Extreme Snowboarding Championship in Alaska. Später wurde das Event in King of the Hill umbenannt. Auch hier bestand die Startliste aus den besten Ridern seiner Zeit wie z.B. Matt Goodwill, Shaun Palmer, Steve Klassen, Julie Zell, Tina Basich, Anthonin Lieutaghi oder Axel Paporté.

„The development since 1996 has gone beyond our expectations. It is a great Event. But more importantly, the success of the Junior and Qualifier series, with over 130 events and 4.000 licenced riders worldwide is what gives true dimension to the sport“
– Hale-Woods

Vier Jahre später, 1996 rief das Schweizer Unternehmen „Nicolas Hale-Woods“ schließlich das Xtreme Verbier ins Leben. Zu dieser Zeit zwar noch ein reines Snowboard Event, dauerte es bis 2004, bis man Skifahrer und Snowboarder zusammen unter einem Contest fahren ließ. 2013 fusionierte die Freeride World Tour mit der Freeskiing World Tour und den North Face Masters zu einem einheitlichen globalen Contest. Heute wird die FWT von dem Schweizer Unternehmen FWT Management SA mit Sitz in Lutry (Schweiz) geleitet.

Wie wird ein Run bewertet?

Zusammen mit dem Pro Freeriders Board erstellte das FWT Management SA ein Regelkatalog, um ein einheitliches Punktesystem für alle Wettbewerbe der FWT zu haben. Die Kriterien und das System veränderten sich im Laufe der Zeit immer mit dem Ziel, den Contest so fair und ausgeglichen wie möglich gestalten zu können.

„A Judge has to ask himself at all times how fast, how big and how much control a rider is compared to how steep, how exposed and in what snow conditions the action is happening”

Die Juroren verteilen ihre Punkte in 5 Kategorien

Line  

Welche Line wurde gewählt und wie hoch war der Gefahrenfaktor? Wie wurden knifflige Passagen miteinander verbunden? Wie einzigartig & fantasievoll war die Line?

Control  

Wie war die Kontrolle während des Runs? 

Fludity  

Fährt der Rider ohne Zögern von Anfang bis Ende? Werden lange Traversen gefahren? Muss die Line unterbrochen werden? Wie ist der Flow?

Air & Style  

Wie groß ist der Sprung? Was wurde als Absprung verwendet? Welche Tricks wurden gemacht? Wie war das Landing? Wie war die Kontrolle der Air Time?

Technique  

Technik wird vor allem bei Junioren- und Amateur Contest großgeschrieben. Im Profibereich wird mehr auf Kontrolle als auf Technik geachtet. Juroren ziehen aber dennoch Punkte ab, wenn z.B. ein Fahrer eine Sektion herunterrutsch, wo andere Rider ihre Turns gedreht haben.

Hier findet ihr den kompletten Regelkatalog der FWT 2018

Diese fünf Kriterien und der „Gesamteindruck“ bestimmen, wie ein Juror einen Run bewerten wird. Der Rider bekommt eine Punktzahl zwischen 0 und 100. Wenn eine Sektion hinunter gefahren wird, die für die Judges nicht sichtbar ist und die auch nicht in der Live-Aufzeichnung erscheint, wird dieser Teil (egal ob gut oder schlecht) nicht bewertet.

Safety auf der Freeride World Tour

“Safety is the number one priority for Freeride World Tour. Education is the first and most important aspects of mountain safety!”

Die Rider sind dazu verpflichtet, in jedem FWT Wettbewerb ein LVS Gerät, eine Schaufel und eine Sonde bei sich zu haben. Außerdem müssen bei jedem Run ein Helm sowie ein Rückenprotektor getragen werden. Kenntnisse im Umgang mit dem Gear sind zusätzliche Voraussetzungen. Ein Lawinenairbag ist nur auf der Freeride World Tour vorgeschrieben, nicht auf der FWQ oder der FJT (sofern es nicht anders vorgegeben wird)

Die FWT kooperiert mit zusammen mit RECCO, ISTA (International Snow Training Academy) und ABS Lawinenairbags.

Gewinner der Freeride World Tour

2018  Kristofer Turdell (SWE)  

 

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2017  Leo Slemett (FRA)
2016  Loic Collomb-Platton (FRA)
2015  George Rodney (USA)
2014  Loic Collomb-Platton (FRA)
2013  Drew Tabake (USA)
2012  Reine Barkered (SWE)
2011  Aurélien Ducroz (FRA)
2010  Candide Thovex (FRA)
2009  Aurélien Ducroz (FRA)
2008  Henrik Windstedt(SWE)

2018  Arianna Tricomi (ITA)

2017  Lorraine Huber (AUT)
2016  Eva Walkner (AUT)
2015  Eva Walkner (AUT)
2014  Nadine Wallner (AUT)
2013  Nadine Wallner (AUT)
2012  Christine Hargin (SWE)
2011  Janette Hargin (SWE)
2010  Ane Enderud (NOR)
2009  Ane Enderud (NOR)
2008  Elyse Saugstad (USA)

Bisherige Austragungsorte

Hakuba (Japan)

Kicking Horse, Golden, BC (Kanada)

Swatch Freeride Vallnord (Andorra)

Big Mountain Fieberbrunn (Österreich)

Xtreme Verbier (Schweiz)

Haines, Alaska (USA)

Chamonix (Frankreich)

Big Mountain Fieberbrunn (Österreich)

Swatch Freeride Vallnord (Andorra)

Xtreme Verbier (Schweiz)

Chamonix (Frankreich)

Courmayeur (Italien)

Big Mountain Fieberbrunn (Österreich)

North Face Masters Kirkwood (USA)

Revelstoke (Kanada)

Xtreme Verbier (Schweiz)

Chamonix (Frankreich)

Courmayeur (Italien)

Big Mountain Fieberbrunn (Österreich)

Revelstoke (Kanada)

Rodel Freeriding Challenge (Norwegen)

Xtreme Verbier (Schweiz)

Chamonix (Frankreich)

Big Mountain Fieberbrunn (Österreich)

North Face Masters Kirkwood (USA)

Russian Adventure Sochi (Russland)

Nissan Freeride St. Moritz (Schweiz)

Xtreme Verbier (Schweiz)

Chamonix (Frankreich)

Russian Adventure Sochi (Russland)

Tramface Squaw Valley (USA)

Xtreme Verbier (Schweiz)

Crested Butte (USA)

Big Mountain (Fieberbrunn)

North Face Masters Snowbird (USA)

Russian Adventure Sochi (Russland)

Tramface Squaw Valley (USA)

Nissan Freeride Tignes (Frankreich)

Xtreme Verbier (Schweiz)

Mammoth Challenge (USA)

Russian Adventure Sochi (Russland)

Nissan Freeride Tignes (Frankreich)

Xtreme Verbier (Schweiz)

FreerideWorldTour PR Announce

Das 1×1 des Freeriden

  • Freeride – Skifahren oder Snowboarden in natürlichem, unpräpariertem Schnee abseits der markierten Piste. Auch Bigmountain- oder Extrem-Snowboarden bzw. -Skifahren genannt.
  • ≠ Freestyle – Kategorie der Olympischen Winterspiele (bsp. Big Air oder Slopestyle)
  • Backcountry – Unpräparierte und unmarkierte Hänge
  • Sidecountry/slackcountry – Leicht zugängliches Freeride-Gebiet in Pistennähe.
  • Bumps – Buckel oder „Moguls“, also Schneehügel
  • Dropping in – Start eines Laufs, oder auch Absprung von einem Felsen.
  • Freshies – Frischer, unberührter Pulverschnee.
  • Gnarly — Anspruchsvolle Bedingungen oder schwieriges Gelände.
  • Shred the gnar – Besonders schnelle, außergewöhnliche oder begeisternde Abfahrt, besonders in schwierigem Gelände oder schwierigen Bedingungen.
  • Sketchy – Wenn man einen Trick nicht sauber landet oder wenn unsichere Bedingungen herrschen.
  • Bombing – Wenn man schnell und direkt waghalsig den Hang hinunterrast.
  • Bulletproof – Harter, kompakter Schnee oder Eis, bei dem man konsequent die Kanten einsetzen muss
  • Death cookies – Kleine gefrorene Brocken auf der Piste, die oft beim Walzen der Piste entstehen.
  • Dust on crust – Wenn eine dünne Neuschneeschicht den harten Schnee darunter überdeckt.
  • Jerry – Jemand, der keine Ahnung vom Skifahren oder Snowboarden hat
  • Huck – Wenn man von einem Felsen, einer Wechte o. ä. abspringt.
  • Tomahawk – Wenn man nach einem Sturz unkontrolliert bergab einen Purzelbaum nach dem anderen schlägt.

©Freeride World Tour

© Calendar Announcement FWT