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Salomon 2022: Alles zur Allweckwaffe QST und den weiteren Modellen

Quentin Boutry ist Ski-Designer bei Salomon und erzählt uns im exklusiven Interview alle wichtigen Details über die neue Allzweckwaffe QST 2022 und die weiteren neuen Freeski-Modelle.

Mit der „Shift“ haben die Ingenieure von Salomon den Freeski-Markt komplett umgekrempelt, denn sie haben Freetouring neu definiert. Jetzt wagten sich die Konstrukteure einmal mehr an die bekannte „QST“-Linie heran, um auch hier ein neues Zeitalter in puncto Vielseitigkeit einzuläuten. Quentin Boutry hat als Ski-Designer bei den Franzosen diesen Prozess maßgeblich betreut.

Salomon 2022: Alles zur Allweckwaffe QST und den weiteren Modellen
Salomon 2022: Alles zur Allweckwaffe QST und den weiteren Modellen

Interview: Quentin Boutry, Salomon Ski-Designer

Hallo Quentin! Als Ski-Designer bist du für die Konstruktion verantwortlich. Was ist der besondere Reiz deines Jobs – für dich persönlich – und was sind die Schwie­rigkeiten bei der Entwicklung eines völlig neuen Modells wie dem „QST Blank“ im Allgemeinen?

Ich habe das große Glück, bei all unseren Skiprojekten mit einem engagierten Team zusammenzuarbeiten. Mein Job ist es schließlich, allen Freeridern auf der Welt ein Maximum an Spaß und Freude zu bereiten. Um das zu erreichen, verbringe ich viel Zeit mit ihnen, um wirklich zu verstehen, was sie wollen und was sie benötigen. Genau diese Bedürfnisse übersetzen wir in technische Elemente, um über die Zukunft des Freeskiing nachzudenken.

Die Schwierigkeiten bei der Entwicklung eines brandneuen Modells bestehen hauptsächlich darin, eine klare Entscheidung für eine Richtung zu treffen, in die man gehen möchte. Dabei ist der Shape immer das erste Element, an dem man arbeitet.

Salomon 2022: Alles zur Allweckwaffe QST und den weiteren Modellen
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Was war denn die Idee hinter dem „QST Blank“? Oder äußerten die Teamrider bei ihrem jährlichen Mountain-Collec­tive-Event den Wunsch nach einem neuen „QST“?

Unsere Pros treiben uns immer an. Sie sorgen dafür, dass sich der Skisport jeden Tag weiterentwickelt – also müssen sich auch ihre Skier mit ihnen weiterentwickeln. Das Mountain Collective ist dafür der perfekte Rahmen, in dem wir alle zusam­men­kommen, um über Produkte zu philosophieren und darüber, wie wir sie umsetzen könnten.

Das Team wollte also einen neuen Ski entwickeln, einen Ski zwischen dem „QST 106“ und dem „QST 118“.

Wie du weißt, haben wir nicht nur zwei Rider im Kollektiv, dennoch haben wir uns das Ziel gesetzt, einen perfekten Ski für die Mehrheit von ihnen zu entwickeln.

Salomon 2022: Alles zur Allweckwaffe QST und den weiteren Modellen
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Wie sah das im Detail dann aus beim „QST Blank“?

Alles begann vor drei Jahren mit einer ausführlichen Diskussion, mit einem Brainstorming, einem Austausch von Ideen und Wünschen. Danach bestand der schwierigste Teil der Arbeit darin, all diese Elemente nach ihrer Wichtigkeit in eine sinnvolle Reihenfolge zu bringen. Als diese feststand, haben sich alle beteiligten Rider mit dem Entwicklungsteam, den Ingenieuren, Designern und dem Skitest-Manager abgestimmt.

An diesem Punkt haben wir zudem eine größere Diskussion angestoßen, um die globalen Ideen in ein tech­ni­sches Konzept, eine Form, eine Konstruktion, Technologien und ein Design um­zu­setzen. Jetzt lag es am Entwicklungs­team, den ersten Prototyp zu konstruieren, die Komponenten in die Presse zu stecken und letztlich einen neuen Ski in den Händen zu halten. Obwohl diese Phase nicht besonders lang dauert, konnten wir es kaum erwarten, den Urvater des „Blank“ zu fahren. Als dann die erste Versi­on aus der Pressform in Annecy schlüpfte, wo wir übrigens alle Prototypen entwi­ckeln, war das für uns alle wie Weihnachten.

Gleich am nächsten Tag ging es mit dem „Geschenk“ in den Schnee, um es ausgiebig zu testen.

Diese Phase zog sich recht in die Länge, da wir möglichst vielen Ridern die Möglichkeit geben wollten, den Ski zu fahren, um so noch mehr Feedback zu bekommen. Wir wollten neben den unterschiedlichen Meinungen den Ski auch in unterschiedlichen Schneeverhältnissen testen. In der Regel ist für diesen Abschnitt ungefähr ein Jahr nötig – im Falle des „Blank“ haben wir etwas länger benötigt.

Da die meisten unserer internationalen Athleten aus Nordamerika stammen, haben wir sie mit verschiedenen Prototypen besucht oder ihnen neue Versionen geschickt. Insgesamt haben wir ganze zwei Jahre benötigt, um den „QST Blank“ von A bis Z zu entwickeln. Dabei konnten wir natürlich auf das Wissen zurückgreifen, das wir bereits über die „QST“-­Skiserie gesammelt hatten.

Welche Profis waren maßgeblich an der Entwicklung des „QST Blank“ beteiligt?

Alles begann mit einer Gruppe von vier Jungs: Alexis Godbout, Stan Rey, Cody Townsend und Fabien Maierhofer. Für alle US-amerikanischen und kanadischen Athleten haben wir die Shape-Ideen in diversen Online-Meetings geteilt.

Der Erste, der den „QST Blank“ im Schnee be­we­gen durfte, war übrigens Fabien, der in der Nähe unseres Forschungs- und Ent­wick­lungs­zentrums in Annecy wohnt. Aus diesem Grund war es recht unkompliziert für ihn, oft mit uns in die Berge zu fahren, um die Prototypen zu testen.

Alexis, Stan und Cody erhielten ihre Prototypen etwas später und haben eine halbe Saison auf Schnee damit verbracht, um sie auf Herz und Nieren zu testen und uns ihr Feedback zu geben.

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Der „QST 118“ ist nicht mehr im Programm. Hat der „Blank“ bestimmte Funktionen des 118er übernommen oder ist er ein komplett neuer Ski?

Der „QST 118“ wurde gewissermaßen durch den „Blank“ ersetzt, und wir ver­wen­den tatsächlich einige Bestandteile der normalen „QST“-Linie, die wir seit 2016 weiterentwickelt haben. Der „Blank“ ist der erste Ski (zusammen mit dem neuen „QST 98“) der dritten Generation der „QST“ Kol­lek­tion, bei dem wir uns neben Stabilität und Leistung die Schlüsselattribute Vielsei­tig­keit und Verspieltheit gesetzt haben.

Der Shape des „Blank“ unterscheidet sich jedoch vollkommen von dem des „QST 118“, auch wenn einige Aspekte dieses Skis natürlich auch den „Blank“ beeinflusst haben – insbesondere der Drehpunkt und die Manövrierfähigkeit.

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Was ist generell das Besondere an diesem Modell? Habt ihr technologisch auch etwas völlig Neues geschaffen?

Das fängt schon beim Shape an. Der „Blank“ ist nämlich eine Mischung aus unserem früheren „QST 118“, unserem aktuellen „QST 106“ und unserem neuen „QST 98“. Wir haben dem Ski einen kurzen Radius von 18 Metern spendiert und die Taper etwas näher an die geometrische Mitte des Skis gerückt, um dem Drehpunkt einen kürzeren Hebel zu verleihen.

Tech­no­logisch gesehen haben wir dem „QST Blank“ die bewährte Kombination aus einem Holzkern mit Versteifungen aus Flachs und Carbon eingepflanzt, die Steifigkeit, Stabilität und Leichtigkeit generiert. Wir haben diese Technologie übrigens speziell für die „QST“-Ski entwickelt.

Beim „Blank“ haben wir zudem Cork-Einsätze in Tip und Tail verwendet, die Vibrationen dämpfen sowie dem Twin-Rocker-Shape helfen, Flattern zu vermeiden und gleichzeitig die Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten zu erhöhen. Für den „QST Blank“ haben wir mit der Double-Side­wall-Kons­truktion außerdem eine neue und spezifische Technologie entworfen, die maximalen Grip auf hartem Untergrund bietet.

Alles in allem macht der neue ­Shape in Kombination mit all diesen Technologien den „QST Blank“ zu einem ultra-vielseitigen Ski.

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Es scheint fast so, als ob die Zeit der megabreiten Skier vorbei ist, denn immer weniger Marken haben Skier mit mehr als 115 Millimetern in ihrem Programm. Was ist der Grund dafür, dass auch ihr etwas „abgespeckt“ habt?

Jeder würde doch sagen, dass die Schnee­verhältnisse und der Mangel an Powder-Tagen die Hauptgründe für diese „Verschlankung“ waren. Ich bin aber der festen Überzeugung, dass ein 112 Millimeter breiter Ski den gleichen Float wie ein früherer 120 Millimeter breiter Ski generieren kann.

Das Hauptproblem eines superbreiten Skis ist die mangelnde Performance auf hartem Untergrund.

Und die meisten Skifahrer wollen eben nur einen Ski in ihrem Köcher, um überall und bei allen Bedingungen Spaß zu ­haben.

Ist der „QST Blank“ also so etwas wie die Allzweckwaffe? Mit einer montierten „Shift“-Bindung ist der Ski aufgrund seines geringen Gewichts auch für Freetouring ­geeignet.

Auf jeden Fall ist der „QST Blank“ die beste Ein-Ski-Option für diejenigen, die einen breiten Shape wollen und keine Kompromisse bei der Performance auf hartem Untergrund eingehen wollen. Der „Blank“ wurde so konzipiert, dass er von allen unseren Athleten jeden Tag gefahren werden kann – und dabei immer Spaß macht. Jeder unserer Teamrider hat eine andere Bindung montiert: Cody eine „MTN“-Pin-­Bindung, Stan eine „STH2“ und Alexis die „Shift“. Die Jungs fahren alle sehr unterschiedlich und nutzen den Berg auf ihre individuelle Weise – der „Blank“ bietet aber allen das gleiche Potenzial für maximalen Fahrspaß.

Was sind neben dem „Blank“ deine Highlights der Skikollektion 2022?

Der neue „QST 98“! Dieser Ski ist die ab­so­lute All-Terrain-Waffe. Er ist unglaublich spielerisch und agiert gleichzeitig sehr stabil und effizient auf der Piste. Wir haben den Shape und das Flexmuster überarbeitet, um ihn superlebendig zu konstruieren.

Der 98er ist weniger direktional als der frühere „QST 99“, was für eine deutlich vielseitigere Performance sorgt. Au­ßer­dem ist der Ski sehr leicht, sodass er in Kombination mit der „Shift“-Bindung eine gute Wahl ist, wenn man eines der vielseitigsten Set-ups haben möchte.

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Lass uns zum Schluss noch einen Blick in die Zukunft werfen: Kommen da noch mehr „Blanks“ auf uns zu?

Auf der Freeride-Seite wird die Vielseitigkeit und Verspieltheit dieser dritten Generation des „QST“ in andere Taillenbreiten implementiert – zum Vergnügen für alle. Und ein kleiner Vorgeschmack: Die weltweiten Touring-Fans werden ebenfalls gut bedient. Bleibt dran!

Der Salomon QST Blank 2022 im Detail

Salomon - QST Blank 2022
Salomon – QST Blank 2022

Was kommt heraus, wenn die Ski-Entwickler bei Salomon ihre Teamrider bitten, einen extrem progressiven und verspielten Freeride-Powder-Ski zu konzipieren? Der „QST Blank“! In den neuen Freeride-Ski von Salomon sind das ganze Know-how und die riesige Erfahrung der Tiefschnee-Profis aus dem Salomon-Team eingeflossen. 112 Millime­ter Breite unter der Bindung, eine breite Schaufel und die Twin-Rocker-Form garantieren dir ein müheloses Aufschwimmen auf dem Schnee und eine hervorragende Reaktion auf deine Schwünge.

Dämpfungselemente aus Kork, die in der Schaufel verbaut wurden, reduzieren unangenehme Vibrationen, sodass du wie auf Schienen durch den Powder gleitest. Der „QST Blank“ liebt Pillows und Powder und ist mit 112 Millime­tern Breite perfekt für Tage im Tiefschnee.

Die progressive Form sorgt für Aufschwimmen und verspieltes Fahrverhalten, die Konstruk­tion für die nötige Stabilität. Mit dem Salomon „QST Blank“ kann man Pisten erkunden oder die „Shift“ montieren, um Touring-Abenteuer zu erleben.

Specs

  • Längen: 178, 186, 194 cm
  • Radius: 17,0 m (184 cm)
  • Shape: 138/112/127 mm
  • Preis: 750 Euro

Weitere Infos zum Salomon QST Blank 2022 findet ihr in unserer Produktdatenbank. Dort findet ihr auch alle weiteren Freeski-Modelle von Salomon für die Saison 2021/2022.

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