PRIME Skiing #47 widmet sich dem Thema Wandel und Herkunft – und der Frage, wie Veränderung gelingen kann, ohne die eigenen Wurzeln zu vergessen. Die neue Ausgabe zeigt, dass Fortschritt im Skisport nicht durch radikale Neuerfindung entsteht, sondern durch das bewusste Weiterentwickeln dessen, was war.
Cover
Rider Simon Hills
Spot Alaska
Foto Christoph Johann
Artikel Highlights
PRIME Skiing #47
Three Decades Of The Powder Eye
Durch Die Linse von Greg von Doersten: TGRs Weg zur Legende
Teton Gravity Research feiert 30 Jahre Freeski-Filmgeschichte! Fotograf Greg von Doersten war von Anfang an Teil der Crew – und hat mit seiner Linse nicht nur Bilder eingefangen, sondern auch Filmgeschichte geschrieben. Ein Rückblick auf drei Jahrzehnte Freeski-Kultur zwischen Jackson Hole, Alaska und der Kamera, die alles festhielt.
Simon Hillis
From Bali to British Columbia

Simon Hillis stand gefühlt auf Skiern, bevor er laufen konnte. Aufgewachsen im schneerei chen Rossland, British Columbia, war sein Weg in die Skiwelt fast vorgezeichnet. Heute ist er nicht nur ein starker Rider, sondern auch ein Geschichtenerzähler – jemand, der mit seinem Style, seinem Gefühl für Schnee und seiner kreativen Vision neue Perspek tiven eröffnet. Letzten Winter waren wir gemeinsam in Alaska unterwegs, um ein Fotopro jekt umzusetzen, das Freeride, Fotografie und künstlerische Freiheit miteinander verband. Ein Trip, der weit mehr war als nur eine Reise in den Norden – und ein guter Anlass, um mit Simon über seinen Weg zu sprechen.
Ornada: Der neue Armada Team-Movie

„Ornada“ ist kein Freeski-Film wie so viele andere – es ist ein Gesamtkunstwerk. Zwei Jahre lang hat Armada an diesem cineastischen Statement gearbeitet. Das Ergebnis: Big-Mountain-Lines, Street-Missionen, Park-Progression – visuell neu gedacht, live vertont, kunstvoll inszeniert.
Why Turn is King

In „Return of the Turn“ zelebriert Marcus Caston seine Liebe zum Schwung. Im Interview sinniert er über den perfekten Turn als kurzen Stromschlag, die Kunst des Carvings, Los lassen im Flow, Demut im Backcountry und den Leg Burner Inferno.
Berge unter Strom

Beschneiungsanlagen als Energiequelle – Davos Klosters Bergbahnen geht neue Wege
Skigebiete stehen oft im Kreuzfeuer, wenn es um Klimaschutz und Energieverbrauch geht. Doch in Davos geht man längst einen anderen Weg – mit konkreten Projekten statt Lippenbekenntnissen. Im Interview sprechen Martina Mehr, Leiterin für Business Development und Nachhaltigkeit, und Reto Gamper, stellvertretender COO, über das neue Kleinwasserkraftwerk am Rinerhorn, innovative We ge der Energiegewinnung aus bestehender Infrastruktur und darüber, warum echter Wandel nur gelingt, wenn Unternehmen und Gäste gemein sam umdenken. Ein Gespräch über Technik, Verantwortung – und die Zukunft des Wintersports in Zeiten des Klimawandels.
Shkhara – Das Ungezähmte Herz des Kaukasus
Ein Berg wie ein Magnet: Mit 5.201 Metern thront der Shkhara über dem Kaukasus – steil, abweisend, faszinierend. Fotograf Fredrik Marmsater und sein Team wagen sich an die Bezengi-Mauer, wo Un berechenbarkeit und pure Wildnis direkt vor Euro pas Haustür warten.
Freeride goes Olympia
Wohin geht die Reise für die Freeride World Tour?
Stefan Häusl ist einer der prägendsten Freerider Europas. Als ehemaliger FWTPro, Mentor, Coach und Vater engagiert er sich seit Jahren für die nächste Ge nera tion. Im Interview spricht er über neue Coaching-Modelle, Fehler der Ver gangen heit, das Potenzial von Olympia – und erklärt, warum der Nachwuchs der Schlüssel für die Zukunft des Sports ist.
70° Nord
Honeymoon im Hohen Norden

Neuer Van, kein Plan, dafür 7.000 Kilometer vor sich: Für das frisch vermählte Freeride-Dream-Couple Anne und Eric Hjorleifson werden die Flitterwochen zum Trip in die spontane Ungewissheit. Ihre Mission? Runterkommen und ankommen. Was folgt, ist eine Reise in die nahezu menschenleere Wildnis des Nordens mit hellen Nächten, in vergessene Hütten und mit Begegnungen, die alles andere als Zufall zu sein scheinen. Ein intimer Einblick in eine Hochzeitsreise, die alles ist, nur nicht konventionell.
Photofolio Jeremy Bernard

Jeremy jagt die besten Lichtmomente, ist auf der Freeride World Tour ebenso zu Hause wie im Familien-Van. Für den Franzosen sind die Berge einfach Spielplatz, Lebensraum und Berufung. Ein Blick auf die Kraft der Stille, die Magie des echten Moments und den Mut, die Familie über alles zu stellen.
Freeride Skitest: die 10 besten Modelle 2025/2026

So ehrlich: Keiner hatte Ende März noch ernst haft mit einem Comeback des Winters gerechnet. Der hatte sich schließlich schon im Januar mit einem lässigen Servus verabschiedet – und uns seitdem mit homöopathischen Micro-Dumps an der ausgestreckten Hand verhungern lassen. Die Lifte liefen noch, aber der Powder war Geschichte. Und dann, ausgerechnet kurz vor dem alljährlichen Freeride- Skitest, drehten plötzlich die Wetter-Apps durch. Auf einmal standen da hohe zweistellige Zahlen. Nicht bei den Temperaturen, sondern beim Neuschnee. Offenbar hatte sich da irgendwer in der Spalte vertippt. Oder war das vielleicht doch kein Fehler?
Spoiler: Es war keiner.
Und tatsächlich: Hochfügen hat mal wieder geliefert. Von Sonntagabend bis Dienstagnacht hat Frau Holle alles aus den Wolken geknüppelt, was nicht bei drei über den Grat geflüchtet war. Tree Skiing mit Schnorchel war angesagt – zumindest bis rund 50 Tester aus dem frischen Weiß eine gigantische Buckelpiste modelliert hatten. Und das im Blindflug, denn selbst zwischen den Bäumen reichte die Sicht kaum weiter als fünf Meter. Und das sollte so bleiben – bis am Mittwoch endlich Bluebird angesagt war und auch die obere Sektion des Resorts aufmachte.
Der Battle mit den Innsbrucker Powder Addicts um den First Chair war also vorprogrammiert – und ist, sagen wir mal, durchaus eskaliert. Nun ja, wir sind zum Fahren da, nicht zum Streiten – und hatten obendrein einen Auftrag: All-Mountain-Modelle testen. Denn auch wenn diese Latten als Daily Driver gedacht sind, sollen sie im Idealfall nicht nur auf hartem Untergrund funktionieren, sondern auch dann, wenn’s meterweise staubt. Wir haben uns aus dem riesigen Pool genau die Modelle herausgepickt, die eine ordentliche Portion Free style in ihrer DNA tragen – und wurden nicht enttäuscht.
Da waren wirklich supergeile Ski dabei, die den Spagat zwischen Alltag, Park und Powder extrem gut hinbekommen haben: verspielt, spritzig, griffig, aber nie zu ernst. Genau das, was du brauchst, wenn du an einem Tag carven, droppen und switch landen willst. Und nach getaner Arbeit? Wie immer: ein Te gern seer Hell aus dem Kofferraum. Merci, Sepp! Hold my beer.




