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NewsPR NewsPowderalarm #9: Frischer Powder ab Donnerstag – Lawinengefahr weiterhin extrem

Powderalarm #9: Frischer Powder ab Donnerstag – Lawinengefahr weiterhin extrem

QuellewePowder

Wir befinden uns noch mitten im PA#8, doch PA#9 steht bereits in den Startlöchern. Während die massiven Neuschneemengen in den Nordwestalpen in Kombination mit extrem hoher Lawinengefahr (regional Stufe 5 von 5) die aktuelle Lage bestimmen, liegt der Fokus dieser Prognose auf der Entwicklung der kommenden Tage. Weniger relevant ist dabei der temporäre Schneefall am Mittwoch, vielmehr deutet sich ein sehr interessantes Setup für Donnerstag und Freitag an.

Regional sehr hohe Lawinengefahr

Bevor der Blick auf die kommenden Schneefälle gerichtet wird, ist eine Analyse der aktuellen Situation unerlässlich. In den Nordwestalpen sind enorme Schneemengen gefallen. Dieser Schnee lagert großflächig auf einem sehr schwachen Altschneefundament (weak base layer), was zu einer extrem instabilen Schneedecke führt.

Die generelle Empfehlung lautet daher: Aktuell ist es besser, nicht off-piste zu gehen. Bleiben Sie auf den geöffneten und markierten Pisten. Wer über langjährige Erfahrung, das nötige Wissen und die richtige Ausrüstung verfügt, kann in flachen Hängen oder Treeruns unter 30 Grad Neigung bleiben. Es ist essenziell, sich von steilen Hängen fernzuhalten, auch von solchen, die oberhalb der eigenen Position liegen, da Fernauslösungen (remote triggering) derzeit großflächig möglich sind. Vor jedem Start ist das Studium der aktuellen Lawinenlageberichte obligatorisch. Die Analyse führt derzeit in weiten Teilen der Nordwestalpen jedoch meist zu dem Schluss, dass defensives Verhalten die einzig sinnvolle Option ist.

Zu beachten ist zudem: Wälder sind nicht per se sicher. Bei den aktuellen Schneemengen besteht auch hier Gefahr, insbesondere durch Tree Wells (Baumtrichter) und Schneebrett-Abgänge in steilem Waldgelände.

Schneefall am Mittwoch

Der aktuelle NW-Stau schwächt sich im Tagesverlauf nur langsam ab. Erst am Abend wird es vielerorts trocken. Insgesamt können noch einmal 20 bis 40 Zentimeter fallen, lokal sogar bis zu einem halben Meter. Die nächste Front lässt jedoch nicht lange auf sich warten. Am Mittwoch zieht von Westen her ein schwaches Randtief herein. Für die Nordwestalpen bedeutet dies jedoch nur einen Streifschuss mit 5 bis 15 Zentimetern Neuschnee bei einer steigenden Schneefallgrenze auf 1200 bis 1500 Meter. Inneralpin bleibt es weitgehend trocken. Gleichzeitig verstärkt sich in der Höhe die westliche Strömung entlang der Alpennordseite zwischen den Französischen Nordalpen und Vorarlberg.

PA-Schneefälle ab Donnerstag

Aufgrund der dynamischen Wetterlage richtet sich der Blick bereits auf den neuen Schnee in der zweiten Wochenhälfte. Obwohl die Modelle ein ähnliches Muster zeigen, ist die exakte Verteilung noch nicht final fixiert. Dies hängt primär mit der Zugbahn des Tiefdruckgebiets zusammen, das direkt über die Alpen zieht. Zunächst bringt es Schnee für die West- und Südalpen. Zieht das Tief weiter nach Osten, folgt auf der Rückseite der Depression auch Schneefall für die Nordalpen.

Im Verlauf des Donnerstags erreicht der Schneefall zunächst die West- und Südalpen. Die Schneefallgrenze sinkt dort meist auf rund 1000 Meter. Sowohl in den Westalpen als auch in den Südostalpen werden verbreitet 20 bis 50 Zentimeter Freshies erwartet. In den Französischen Nordalpen sind lokal auch größere Mengen über einem halben Meter möglich.

Im Laufe des Donnerstags setzt auch auf der Nordseite Schneefall ein. Zwei Zonen stechen bei den Niederschlagsprognosen besonders hervor: die Französischen Nordalpen und die Südostalpen (Süd-Dolomiten, Julische Alpen, Karnische Alpen).

20mm Niederschlag Kachelmannwetter

Weiter nördlich folgt der Schnee etwas später. Dennoch sind auch hier 20 bis 30 Zentimeter realisitisch, wenngleich eine gewisse Unsicherheit besteht, wie schnell der Druckanstieg von Norden her wirksam wird. Das GFS-Modell zeigt jedoch signifikante Mengen rund um die Tauern, aber auch weiter westlich in den Schweizer Nordstau-Regionen.

Am Donnerstag beginnt in den Südalpen zudem der Nordföhn eine größere Rolle zu spielen – zunächst im Westen, am Freitag auch in den Südostalpen. Der frische Schnee wird dort schnell verblasen. Wind Slabs werden somit auch inneralpin und auf der Südseite zu einem wachsenden Problem.

Hochdruck übernimmt das Kommando

Anschließend bleibt die Lage kurzzeitig unbeständig. Das Hochdruckgebiet über der Iberischen Halbinsel kippt und macht den Weg frei für eine deutlich mildere Westströmung. Am Freitagabend könnte erneut Niederschlag die Nordwestalpen erreichen, wobei die Schneefallgrenze voraussichtlich auf etwa 1500 Meter ansteigt.

Am Wochenende verlagert sich das Hoch langsam nordöstlich Richtung Alpen. An seiner Flanke kann noch etwas Schnee die Nordalpen erreichen, wobei die Schneefallgrenze am Samstag und Sonntag ein Thema bleiben wird. In der neuen Woche übernimmt der Hochdruck vollständig: Es wird trocken, aber auch mild. In den Südwestalpen könnte die Nullgradgrenze auf über 3000 Meter steigen.

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