Park & Pipe im Fokus: Ergebnisse der FIS Technical Meetings in Zürich
Park & Pipe stand im Zentrum der diesjährigen FIS Technical Meetings in Zürich. In den Sitzungen des P&P Subcommittee sowie der P&P Project & Strategy Groups ging es um Formatentwicklung, Anpassungen für den Weltcup- und WM-Betrieb und den Umgang mit einem dynamischen digitalen Umfeld.
Zürich-Meetings: Park & Pipe im Zentrum
Die Gremien arbeiteten an konkreten Stellschrauben für Präsentation, Bewertung und Ablauf der Wettbewerbe. Ziel ist es, die Attraktivität für Zuschauer:innen vor Ort und am Bildschirm zu erhöhen, ohne den sportlichen Kern zu verwässern. Parallel wurden technologische Optionen sondiert, die Judging und Broadcast künftig präziser und nachvollziehbarer machen.

Quotenstark: P&P als TV-Zugpferd – Engadin 2025 als Benchmark
Mit den höchsten TV-Zahlen unter allen Snowboard-, Freestyle- und Freeski-Subdisziplinen geht Park & Pipe in die Saison 2025/26. Besonders bei den Engadin 2025 World Championships überzeugte die Disziplin mit herausragenden Reichweiten. Diese Performance ist Referenzpunkt für die jetzt angestoßenen Verbesserungen in Moderation, Grafik, Dramaturgie und Kurs-Inszenierung.
Format & Präsentation: Feinschliff für Weltcup und Weltmeisterschaften
Im Mittelpunkt stand die Weiterentwicklung von World Cup und World Championships. Diskutiert wurden eine klarere Competition-Präsentation, punktuelle Anpassungen an den Formaten sowie mehr Offenheit für neue Technologien in Judging und Produktion. Die Devise: Entscheidungen transparenter machen, Runs besser erzählen und den Blick auf Progress schärfen.
Digitale Konkurrenz: Snow League, X Games League & neue Fanformate
Im rasch veränderlichen Medienumfeld – Stichworte Snow League, X Games League und neue digitale Fanformate – betont FIS die eigene, durchgängige Entwicklungspipeline vom Nachwuchs bis zum Elite-Level. Gleichzeitig erfordert der wachsende Konkurrenzdruck, die eigene Position mit gezielten Anpassungen in Storytelling, Reichweite und Event-Erlebnis zu behaupten.
Kompaktere Startfelder: Slopestyle Herren von 60 auf 50 ab 2026/27
Beschlossen wurde eine Reduktion der Starterzahlen im Men’s Slopestyle von 60 auf 50 Athleten für die Saison 2026/27. Die Maßnahme soll die Entry Lists verschlanken, die Ablaufzeiten stabilisieren und die Leistungsdichte am Start erhöhen – mit dem Ziel, Qualität, Tempo und Zuschauerfreundlichkeit zu steigern.
Drone Video Judging: Premiere beim Slopestyle-Weltcup in Flachau
Ein weiterer Meilenstein ist die erstmalige Implementierung von Drone Video Judging beim Flachau Slopestyle World Cup im März. Die beweglichen Kameraperspektiven sollen die Bewertung von Rotationen, Grabs und Transitions verbessern und gleichzeitig authentischere Bilder für Broadcast und Replays liefern.
Kalender 2025/26: Big Air, Halfpipe, Slopestyle für Snowboard & Freeski
Für die Saison 2025/26 ist folgende Eventdichte geplant:
- Snowboard:
- 3 × Big Air (BA)
- 7 × Halfpipe (HP)
- 4 × Slopestyle (SS)
- Freeski:
- 4 × Big Air (BA)
- 5 × Halfpipe (HP)
- 5 × Slopestyle (SS)
Als Saisonhöhepunkt ragt Olympia Milano–Cortina 2026 heraus. Viele Rider richten ihre Contestplanung gezielt darauf aus.
Alle Events mit den konkreten Daten findet ihr in unserem Event-Kalender.
Continental Cup: Street Style (ehem. Rails) auf dem Weg nach oben
Im Continental Cup wird FIS Street Style (vormals FIS Rails) weiter aufgewertet. Die Etablierung als World-Cup-Kategorie ist für 2027/28 anvisiert. Ein wichtiger Schritt vorher: die Aufnahme in die Calgary 2026 Junior World Championships, die der Disziplin Sichtbarkeit und Status im FIS-Kalender verschafft.
Ausblick: Innovation, Technik und Talentpipeline als Schlüssel
Mit Fokus auf Formatinnovation, technische Entwicklung und nachhaltige Talentförderung war Park & Pipe eines der Kernthemen in Zürich. Die Disziplinen gehen in eine vielversprechende, zugleich anspruchsvolle Saison – geprägt von neuen Medienstrategien, präziserem Judging und einem Wettbewerbskalender, der Leistung und Erzählbarkeit enger verzahnt.
