Am 17. April 2025 wird der erste Natural Selection Ski Contest in Alaska mit einem international besetzten Fahrerfeld ausgestrahlt. Der Livestream ist in diesem Artikel eingebunden, der außerdem alle wichtigen Details liefert und jede Fahrerin sowie jeden Fahrer kurz vorstellt.
- Mano Loschi (FRA) und Craig Murray (NZL) gewinnen die erste Ausgabe des Natural Selection Ski Contests.
Natural Selection Tour Ski 2025: Full Replay
Video: Der komplette Natural Selection Tour Ski 2025 Contest in der Wiederholung
Natural Selection Tour Ski 2025: Nachbericht
Nach die gesamte Natural Selection Crew bereits seit fast einer Woche im Backcountry von Alaska ausgeharrt hatten, riss der Himmel auf, und zwölf der weltweit bester Freeskier:innen aus unterschiedlichen Disziplinen zeigten auf einem legendären Face progressive Läufe mit hohem Risiko. Aber fangen wir von vorne an.
Auftakt und Format
Profi‑Freeskier und Event‑Direktor Mike Douglas fasst den Anspruch zusammen:
“This is a celebration of skiing from the start of the event to the end, where we could really show the potential of our sport. When Natural Selection snowboarding started it showed a new way of highlighting the highest levels of snowboarding, and since then skiers have wanted a crack at it. Finally this year that happened; the best skiers in the world were invited to compete on the best terrain.” (Douglas)
The Skiers
| SESSION | RIDER | NATION |
|---|---|---|
| Women | Michelle Parker | USA |
| Maggie Voisin | USA | |
| Manon Loschi | FRA | |
| Hedvig Wessel | NOR | |
| Men 1 | Sam Kuch | CAN |
| Colby Stevenson | USA | |
| Kai Jones | USA | |
| Parker White | USA | |
| Men 2 | Craig Murray | NZL |
| Kye Petersen | CAN | |
| Max Palm | SWE | |
| Markus Eder | ITA |
Craig Murray und Manon Loschi setzen erste Akzente
Bereits in der Eröffnungsrunde überzeugten Craig Murray und Manon Loschi mit präzisen Läufen und erhielten dafür den BOA Dialed In Award. Die Französin Loschi meisterte ihr erstes Big‑Mountain‑Terrain in Alaska mit einem sauberen, selbstbewussten Run – der Grundstein für ihren späteren Sieg. Murray eröffnete mit einem fetten 360 über das Top‑Feature und bekam dafür mit 96 Punkten die Tageshöchstwertung.
In derselben Session fuhr Sam Kuch 93 Punkte ein; Colby Stevenson qualifizierte sich mit einem von seinem unverwechselbren Style geprägten Run vor Kai Jones und Parker White für das Halbfinale.
Die zweite Männer‑Quali bot eine enge Entscheidung: Markus Eder zog mit 91 Punkten knapp vor Kye Petersen (90) in die Semi-Finals ein. Eders Nose‑butter‑720 und Doppel‑Backflip setzten Akzente, die von den anderen nicht überboten werden konnten.
Men’s Semifinals
Die Semi-Finals brachte Markus Eder, Colby Stevenson, Craig Murray und Sam Kuch an den Start – eine Konstellation aus Film‑Ikonen, Contestspezialisten und Freeridern. Das Tempo stieg, die Trickauswahl wurde riskanter; das Halbfinale wirkte wie ein Live‑Filmset, in dem jeder Fahrer seine individuelle Handschrift zeigte.
Women’s Final: Loschi gewinnt vor Parker
Das Frauenfinale entschied sich unter wechselhaften Schneebedingungen. Michelle Parker legte mit einem exponierten Line‑Choice 68 Punkte vor. Manon Loschi konterte mit einem flüssigen Top‑to‑Bottom‑Run und erreichte 70 Punkte – der erste Natural‑Selection‑Skititel geht damit an die 23‑Jährige.
“To go up against Michelle … and come out with the win—it’s unreal,” sagte Loschi.
Parker würdigte das Niveau:
“This is why Natural Selection matters. It allows us to bring out the best in each other …”
Men’s Final: Murray bezwingt Kuch
Im letzten Duell trafen Craig Murray und Sam Kuch aufeinander. Murray setzte eine schnelle, flüssige Linie mit mehreren 360s und Flips, sammelte 85 Punkte und siegte. Kuch antwortete mit dem größten Air des Tages – ein Sprung über mehr als 30 Meter – verlor jedoch durch einen kleinen Fehler im unteren Teil entscheidende Zähler.
“Dropping into the final with one of my best friends was … the cherry on top,” Craig Murray.
Mother Nature als Hauptakteurin
Schauplatz war Priority 1, die 520 Meter hohe Flanke oberhalb der Winterlake Lodge. Das Gelände, erstmals 2007 von Jeremy Nobis befahren und 2016 von Travis Rice gefilmt, verlangt präzises Sluff‑Management und reagiert sensibel auf Wetterumschwünge. Das Safety‑Team von Pulseline Adventure bereitete den Hang wochenlang vor.
Mehr Team‑Spirit als Wettkampf
Trotz Punkten und Platzierungen dominierte ein gemeinschaftliches Klima. Die Athletinnen und Athleten verstanden das Event als Möglichkeit, ihre Vision in einem einzigen, ungeschnittenen Run umzusetzen. Bewertet wurde live nach dem CREDO‑System (Creativity, Risk, Execution, Difficulty, Overall Flow) durch Sean Pettit, Kristi Leskinen und Dion Newport.
War die Natural Selection Tour Ski 2025 ein Erfolg?
An dieser Stelle des Artikel kommt immer das Fazit zu dem Event und das lautet eigentlich fast immer, dass es ein voller Erfolg war.
Dies trifft natürlich auch auf die Natural Selection Tour Ski 2025 zu, aber mit noch weiteren Implikationen als sonst. Dieser Contest wurde auf eine Art und Weise durchgeführt, die es sosnt aktuell in keinem anderen Freeski- bzw. genauer gesagt Freeride-Contest gibt. Nicht nur das Riding hat hier neue Maßstäbe gesetzt, sondern vor allem die Organisation, das Format, die Logistik und insbesondere die Livestream-Distribution.
Wir können die nächste Ausgabe im nächsten Winter kaum abwarten. Die Natural Selection Tour überstrahlt alle anderen Events und ist nach nur einer Ausgabe das neue Highlight in unserem Event-Kalender.











