Nach der erfolgreichen Premiere von Natural Selection Ski im vergangenen Winter stellte sich die Frage, wie das Format weiterentwickelt werden könnte. Die Antwort liegt nun vor: Die Natural Selection Tour (NST) hat für den Winter 2026 ein neues Event namens Super Sessions angekündigt, das im Skigebiet Palisades Tahoe, Kalifornien, stattfinden wird. Palisades gilt als „Geburtsstätte des modernen Freeskiing“ und bietet das ideale Gelände für diesen Contest.
Bei den NST Ski Super Sessions werden acht Rider (vier Männer und vier Frauen) antreten, um sich einen der begehrten Startplätze für das Finale in Alaska im kommenden April zu sichern. Sie treten gegen die obere Hälfte der Finalisten des letzten Jahres an, die ihr Alaska-Ticket bereits sicher haben, sowie gegen einige noch nicht angekündigte Wild Cards.
Die acht Super-Sessions-Skier wurden vom Natural Selection Ski Advisory Council ausgewählt, dem Chris Benchetler, Michelle Parker, Markus Eder, Mike Douglas, Candide Thovex, Sammy Carlson und Kristi Leskine angehören.
Das Teilnehmerfeld zeichnet sich durch eine enorme stilistische Vielfalt aus. Von technischem Charging bis hin zu kreativer Trick-Auswahl ist alles vertreten – genau das, wofür die NST konzipiert wurde. Nachfolgend ein Blick auf das bestätigte Fahrerfeld für das Event, das am 17. März auf Red Bull TV Premiere feiern wird.
Natural Selection Ski: Super Sessions in Palisades Tahoe – Das Roster
Parkin Costain
Der aus Montana stammende Parkin Costain sammelt seit Jahren Film-Meriten mit Teton Gravity Research. Seine Fähigkeit, scheinbar „unskiable“ Terrain zu meistern, ist bemerkenswert. Massive Spines, verwirrende Pillow Lines – Costain findet seinen Weg. Sein Auftritt als Wild Card beim Freeride World Tour Stopp in Kicking Horse im letzten Jahr gab bereits einen Vorgeschmack auf sein Können.
Ana Eyssimont
Als „Queen of Corbet’s Couloir“ 2025 befindet sich Eyssimont seit einigen Seasons im Aufwind. Ihr striktes Training wird durch einen Stil ausbalanciert, der Ausdruck und Freude versprüht. Sie besitzt eine starke Balance zwischen Freestyle und Freeride und wird im März in Palisades Tahoe sicherlich abliefern.
Connery Lundin
Wer könnte die Tahoe Freeride-Szene besser repräsentieren als Connery Lundin? Der langjährige Blizzard-Athlet steht beispielhaft für kraftvolles, kreatives Freeride-Skiing. Es wird interessant sein zu sehen, wie sehr der Heimvorteil seine Line Selection beeinflusst, da er vermutlich jede Face des Berges bereits mehrfach gefahren ist.
Elisabeth Gerritzen
Als Veteranin der Freeride World Tour fühlt sich Gerritzen im Contest-Format genauso wohl wie beim Tourengehen für große Lines mit der Faction-Crew vor der Kamera. Sie setzt einige der saubersten Turns in der Szene. Ihre Line Selection war schon immer ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal und wird sicherlich ein Schlüssel zum Erfolg in Kalifornien sein.
Jonah Williams
Jonah Williams in einem Freeride-Wettbewerb? Eine Überraschung, aber eine willkommene. Williams ist einer der vielseitigsten Skier der Szene. Wer Beweise braucht, sollte sich seinen aktuellen Film „Seeing Flowers“ anschauen. Er fließt mühelos über großes Terrain, wird sich in Tahoe aber sicher auch auf seinen tiefen „Bag of Tricks“ verlassen, um sich abzuheben.
Indy Boyer
Die Tahoe Freeride-Szene ist voll von aufstrebenden Talenten, aber wenige sind wie Indy Boyer. Der Youngster boxt weit über ihrer Gewichtsklasse. Das bewies sie beim Sugar Bowl’s Silver Belt Freeride-Wettbewerb im letzten April, wo Boyer den Sieg als von den Fans gewählte People’s Choice Gewinnerin holte.
Teal Harle
Teal Harle aus Pemberton ist kein Unbekannter in der Contest-Szene. Der zweifache X-Games-Medaillengewinner kann auf dem Kicker mit den Besten mithalten, aber ein Freeride-Wettbewerb wird alle Aspekte seines Ridings testen. Es stellt sich die Frage, ob er sich auf komplexe Tricks verlässt, um die Judges zu überzeugen, oder einen technischeren Ansatz wählt.
Hannah Epsteyn
Eine weitere Tahoe-Local: Epsteyn ist eine der besten jungen Riderinnen in Kalifornien und darüber hinaus. Mit gerade einmal 17 Jahren steht sie bereits Dub Backflips. In Palisades wird sie sich in vertrautem Terrain bewegen, ähnlich wie Lundin und Boyer. Obwohl sie die jüngste Fahrerin im Feld ist, wird sie vor heimischem Publikum sicher einen fantastischen Run hinlegen.


