Am 06.12.2025 ereignete sich im Bereich des „Stopselzieher“-Klettersteigs unterhalb der Zugspitze ein tödliches Lawinenunglück. Ein Alpinist wurde im extremen Steilgelände von einer Lawine erfasst und verstarb noch an der Unfallstelle.
Unfallhergang im Steilgelände
Die Leitstelle Tirol verzeichnete den Eingang der Meldung über einen Lawinenabgang mit Personenverschüttung kurz vor 10:00 Uhr. Nach den bisherigen Erkenntnissen befanden sich zwei Alpinisten im Aufstieg über den „Stopselzieher“, um den Gipfel der Zugspitze zu erreichen. In diesem Bereich löste sich eine kleine Schneebrettlawine der Größe 1.
Die Schneemassen rissen einen der beiden Bergsteiger mit sich. Der Alpinist stürzte über felsdurchsetztes Gelände ab und erlitt dabei so schwere Verletzungen, dass er diesen noch vor Ort erlag. Sein Begleiter hatte Glück im Unglück: Er war zum Zeitpunkt der Auslösung am Drahtseil des Klettersteigs gesichert. Diese Sicherung verhinderte einen Absturz. Der unverletzte Alpinist setzte unmittelbar nach dem Abgang den Notruf ab.


Bergung und Schneedecke
Der abgestürzte Alpinist wurde von den Schneemassen rund 30 Zentimeter tief verschüttet. Ein Lawinenhund der Rettungskräfte konnte die Person lokalisieren. Die unverzüglich eingeleiteten Wiederbelebungsmaßnahmen blieben jedoch ohne Erfolg.

Bei dem abgegangenen Schneebrett handelte es sich um eine kleine, gering mächtige Lawine. Analysen der Unfallstelle zeigten deutlichen Windeinfluss an der Schneeoberfläche.
