Vielseitigkeit als Markenzeichen: Die fünf Berge von Davos Klosters
Die Davos Klosters Mountains sind weit mehr als ein klassisches Wintersportgebiet. Die Region Davos Klosters lebt von der Vielfalt ihrer fünf Berge, von einem breiten Spektrum alpiner Angebote und von einer Freestyle-Kultur, die hier seit Jahrzehnten fest verankert ist. Die Mischung aus alpiner Weite, sportlicher Energie und starker Identität macht Davos Klosters zu einem Wintersportziel, das sich kontinuierlich weiterentwickelt und dennoch seinen Charakter bewahrt.

Freestyle-Hotspot Jakobshorn
Eine besondere Rolle spielt dabei das Jakobshorn. Für viele Freestyler gilt es seit Jahren als Szeneberg, als Trainingsgelände und als Ort, an dem man schnell Anschluss findet. Direkt unterhalb der „Jatzhütte“ liegt der JatzPark – eines der vielseitigsten Setups der Alpen. Die Kombination aus schnellen Laps, guter Erreichbarkeit und einer offenen Community hat dazu geführt, dass der Park heute zu den wichtigsten Freestyle-Standorten im deutschsprachigen Raum zählt.
Diese Atmosphäre prägt auch Freestyle-Athleten wie Kim Gubser, der hier aufgewachsen ist und nahezu jeden Tag im JatzPark verbracht hat. Für ihn ist Davos nicht nur Heimat, sondern der Ort, an dem seine Karriere ihren Anfang nahm. Auf die Frage, wie er den JatzPark in drei Worten beschreiben würde, antwortet er schlicht: „Unglaublich schöne Heimat!“

Kim erinnert sich daran, wie er seine ersten Tage noch als Alpinskifahrer im Park verbrachte und schnell merkte, dass hier etwas anderes möglich war: vielseitigere Features, schnellere Runden, eine Community, die Neulinge sofort aufnimmt. Dieses Gefühl, angekommen zu sein, hat ihn nachhaltig geprägt. Der Park sei, so beschreibt es Kim, ein Umfeld, in dem Anfänger und Profis gleichermaßen Platz finden, in dem niemand verurteilt werde und in dem die Atmosphäre immer positiv bleibe.
Ein typischer Tag für ihn beginnt am Doppelsessel Carjöl-Fuxägufer, führt über den Clavadeler Bubble direkt in den Park, weiter zum legendären Schnitzelbrot in der „Jatzhütte“ und endet beim Sonnenuntergang am Fuß des Parks – ein Rhythmus, der für ihn bis heute unverändert ist. Auch wenn er auf Parsenn viele Familienmomente erlebt hat, bleibt der JatzPark für ihn der zentrale Ort. Selbst an Neuschneetagen entscheidet er je nach Wetter, ob er Powder fährt oder im Park bleibt. Der Mix aus Freestyle, Sound und Après-Ski am Jakobshorn ist für Kim nicht Image, sondern gelebter Alltag – ein Umfeld, das unterschiedlichste Menschen zusammenbringt.
„Die Kombination aus schnellen Laps, guter Erreichbarkeit und einer offenen Community hat dazu geführt, dass der Park heute zu den wichtigsten Freestyle-Standorten im deutschsprachigen Raum zählt.“

Neue Talabfahrt und Events
Trotz seiner internationalen Erfolge zieht es ihn immer wieder zurück nach Davos. Das liegt nicht nur an seiner Verbundenheit zum Jakobshorn, sondern auch an den Entwicklungen der letzten Jahre – darunter die neue, direkte Talabfahrt nach Davos Platz. Diese Abfahrt, die als schwarze Piste Nr. 42 (Davos Vertical bzw. 1k Vertical) bekannt ist, führt vom Jakobshorngipfel über Usser Isch in einer 1.000-Höhenmeter-Linie durch den Wald direkt ins Zentrum von Davos.
Der zusätzliche Einstieg bei der Mittelstation Carjöl erleichtert den Zugang und macht die Talabfahrt zu einer echten Verbindungslinie zwischen Berg und Dorf. Für Rider wie Kim bedeutet das: Der Tag endet nun flüssiger, direkter und ohne Brüche – eine Verbesserung, die man im Alltag sofort spürt. Entwicklungen wie diese, aber auch das jährlich verfeinerte Setup im Park begleitet er mit Neugier und Anerkennung.

Würde er einen perfekten Drehtag filmen, sagt er, würde er im Park starten und auch dort enden – einfach weil der JatzPark so viele filmische Möglichkeiten bietet. Die exponierte Lage mit ihren grandiosen Sonnenuntergängen eignet sich hervorragend für Shootings. Das ist auch der Grund, weshalb es internationale Brands immer wieder in den Park führt.
Vom 01. bis 05. April 2025 wurde der legendäre JatzPark zur Bühne für ein neues Kapitel im Freestyle-Sport: den El Tony Mate Crew Clash. Fünf handverlesene Profi-Crews – angeführt von bekannten El-Tony-Mate-Athletinnen und -Athleten wie Kim Gubser – hatten drei Tage Zeit, ihre Vision von einem perfekten Snowpark-Edit zu verwirklichen: Snowboard- und Freeski-Action an kreativen Setups mit puren Team-Vibes.
Aus der vergangenen Saison, in der Kim mit seinem Weltrekord für den höchsten Sprung auf Skiern bei den Swatch Nines 2024 Geschichte schrieb, nimmt er vor allem eines mit: dass große Ziele erreichbar sind, wenn Vorbereitung und Selbstvertrauen stimmen. Für die neue Saison steht klar die Olympia-Qualifikation im Fokus.
Freeride-Region Davos Klosters
Die Davos Klosters Mountains zählen zu den vielseitigsten Freeride-Regionen der Alpen. Die drei großen Skigebiete – Jakobshorn, Parsenn Davos Klosters (Gotschna) und Rinerhorn – ergänzen sich in ihrem Geländecharakter ideal und bieten gemeinsam ein Freeride-Paket, das von schnellen Lift-Laps bis zu anspruchsvollen Freetouring-Routen reicht: Während das Jakobshorn als Freeride- und Freestyle-Hausberg gilt, begeistert Parsenn mit seinem weitläufigen, hochalpinen Gelände und Rinerhorn mit seinen geschützten Waldabfahrten. Dadurch ergeben sich an einem einzigen

Jakobshorn
Das Jakobshorn ist für viele Freerider der Einstiegspunkt in das Davoser Backcountry. Der Berg bietet ein breites Geländeangebot, das von einfachen Varianten nahe der Lifte bis zu steilen Couloirs in die Seitentäler reicht. Zwei markierte Freeride-Routen führen ins Sertigtal und ins Dischmatal und sind besonders nach Neuschneefällen ein Highlight. Die Sertigtal-Abfahrt zeichnet sich durch offene, westseitige Hänge und ein sanft geneigtes Gelände aus, das in eine einfache Ausfahrt über Loipen mündet und an einen Bushalt führt.
Die Dischmatal-Variante beginnt steiler, erfordert mehr Erfahrung und bietet mit dem Teufi-Drop-in eine anspruchsvolle Option mit rund 40 Grad Neigung. Entlang des Bergrückens zwischen Jatzhorn, Jakobshorn und Brämabüel gibt es zahlreiche weitere Drop-in-Möglichkeiten auf beiden Talseiten – von moderaten Varianten bis hin zu technisch anspruchsvollen Schneisen mit bis zu 45 Grad. Waldabfahrten unter dem Carjöler Sessellift und freie Hänge im Bereich Bräma Jet und Clavadeler ergänzen das Angebot und sorgen je nach Wetter für passende Alternativen.

Mit seinem großen Höhenunterschied, den vielen Linien und der schnellen Anbindung über Lifte und Busse ist das Jakobshorn ein idealer Freeride-Berg für alle Levels.
Parsenn Davos Klosters
Ganz anders präsentiert sich Parsenn Davos Klosters, das weitläufigste Gebiet der Region. Zwischen 1.200 und 2.843 Metern Höhe öffnet sich ein Terrain, das für Freetourer kaum Wünsche offenlässt. Die Gotschna-Region bietet eine Reihe von klassischen Routen wie die Gotschna-Casanna-Nordabfahrt, die Drostobel-Variante mit ihren Rinnen und Mulden oder die weiten Osthänge der Gotschnawang.

Skiers left warten sanfte Südhänge wie Gotschna-Laret, während Gmeinboden und Seetäli idealen Powdergenuss mit moderater Steilheit bieten. Am Parsenn-Massiv selbst finden sich viele der alpinen Klassiker: Vom Totalphorn führen steilere Couloirs hinab, während Meierhoftäli und Parsennfurgga lange, nordseitige Varianten eröffnen.
Besonders markant sind die Routen am Weissfluh-Gipfel. Hier reichen die Optionen von der Weissfluh-Diretissima mit bis zu 40 Grad über felsdurchsetzte Abfahrten wie Steinbock und Stelli bis hin zu weiten, anspruchsvollen Hängen wie Zenjiflue oder der legendären Küblis-Abfahrt mit rund 2.000 Tiefenmetern.

Wer Aufstiege nicht scheut, findet mit Chörbschhorn und Schiahorn zusätzliche Tourenmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe des Skigebiets. Dieser Mix aus Varianten, kurzen Zustiegen und großem Höhenunterschied macht Parsenn zu einem der besten Freetouring-Spots der Alpen.
Rinerhorn

Das Rinerhorn schließlich gilt als das vielleicht unterschätzteste Freeride-Gebiet der Region. Der Berg bietet dank seiner Ausrichtung und seines Geländes ein besonders breites Spektrum an Abfahrten – und ist gleichzeitig relativ windgeschützt, was ihn zu einem beliebten Ziel an Downdays macht. Die Waldabfahrten im Bereich der Gondel und des Juonli-Lifts eignen sich hervorragend bei schlechter Sicht und starkem Schneefall. Mit moderaten Neigungen bis etwa 30 Grad bieten sie viel Orientierung und Platz für kreative Linien.
Darüber hinaus öffnen sich in den höheren Lagen des Rinerhorns freie Hänge und Gratabfahrten wie die Nüllischgrat-Route in den Leidbachtobel oder die Marchhüreli-Abfahrt ins Sertigtal, beide mit Neigungen zwischen 30 und 35 Grad. Für erfahrene Freerider hält der Berg am Leidbachhorn mehrere steilere Optionen bereit, darunter West- und Nordcouloirs mit 40 bis 45 Grad Neigung – technisch anspruchsvoll, aber landschaftlich spektakulär. Auch hier helfen kurze Aufstiege, die besten Einstiege zu erreichen, während das Bus- und Bahnnetz am Ende vieler Varianten einen unkomplizierten Rückweg ermöglicht.

Wer auf eigenen Antrieb setzen will, findet rund um Davos Klosters unzählige Skitouren – von kurz und knackig bis lang und ausdauernd, je nach Gusto
Gemeinsam bilden Jakobshorn, Parsenn und Rinerhorn ein Freeride-Terrain, das in dieser Dichte selten zu finden ist. Ob schnelle Runs mit kurzer Liftzeit, große alpine Klassiker oder geschützte Waldhänge für Schneefalltage – in den Davos Klosters Mountains findet jede Könnerstufe das passende Gelände. Die Kombination aus Infrastruktur, Variantenreichtum und landschaftlicher Qualität macht die Region zu einem der attraktivsten Freeride-Gebiete der Schweiz.
Zukunft und Nachhaltigkeit
Parallel zu all diesen infrastrukturellen Entwicklungen haben die Davos Klosters Mountains begonnen, intensiv an der Zukunft des alpinen Winters zu arbeiten. Wie bereits in unserer Umwelt-und-Zukunfts-Story zum Auftakt dieser Print-Saison ausführlich beleuchtet, verstehen die Davos Klosters Mountains Nachhaltigkeit nicht als Trend, sondern als langfristigen Auftrag.

Dazu gehören strukturelle Maßnahmen wie optimiertes Energiemanagement, der vermehrte Einsatz erneuerbarer Energiequellen, effiziente Beschneiungsstrategien, modernisierte Speicherlösungen und nachhaltigere Bauweisen. Auch Projekte rund um Biodiversitätsflächen und schonende Pistenpflege spielen eine Rolle. Ziel ist es, die Qualität des Skierlebnisses zu erhalten und gleichzeitig Ressourcen zu schonen – ein Balanceakt, der hier mit hohem Anspruch verfolgt wird.
All diese Elemente zusammen – die fünf Berge, der JatzPark, die neue Talabfahrt in Davos, die Freestyle-Kultur, die Entwicklungen im Dorf und das zunehmende Engagement für Nachhaltigkeit – formen eine Wintersportregion, die nicht stehen bleibt. Davos Klosters wirkt modern, klar positioniert und gleichzeitig tief in seiner Geschichte verwurzelt. Es ist kein Ort, den man einfach besucht, sondern einer, der sich mit jedem Skitag weiter erschließt.



