Chris Rubens – Freeride-Profi und Biobauer
Farming Turns
Interview Roman Lachner Fotos Bruno Long
Seit Jahren verzichtet Chris Rubens auf vermeidbare Flüge und ernährt sich vegetarisch – vorwiegend von selbst angebautem Obst und Gemüse. Gemeinsam mit seiner Partnerin Jesse hat er eine Farm in Revelstoke gekauft, die sie bewirtschaften. Der Ertrag dient als nachhaltige Einnahmequelle, denn sie verkaufen ihre Produkte auf lokalen Bauernmärkten und an Restaurants in der Region.
In seinem neuen Kinofilm „Farming Turns“ erzählt der kanadische Biobauer, wie die eigene Landwirtschaft einen entscheidenden Wendepunkt in seinem Leben markierte – und wie ihn Mutter Natur sowohl auf dem Feld als auch beim Skifahren in den Coast Mountains stets Demut lehrt.

Hi Chris! Du hast dein Leben nach einem unvergesslichen Grönland-Trip auf Skiern im Jahr 2016 komplett auf den Kopf gestellt. Was ist passiert?
Da muss ich ein bisschen ausholen. Als Freeride-Profi lebe ich ein Leben voller Widersprüche. Ich verdiene meinen Lebensunterhalt damit, die Welt zu bereisen und ihre Schönheit durch das Skifahren zu zeigen. Doch genau dabei hinterlassen wir einen riesigen CO2-Fußabdruck – und dieser schadet der Umwelt, die wir mit so viel Leidenschaft präsentieren und schätzen. Schon 2016 begann ich, meinen ökologischen Fußabdruck zu verringern. Im Frühjahr desselben Jahres produzierten wir mit Salomon TV eine Episode in Grönland, die den passenden Titel „Guilt Trip“ trug.
Dieses Projekt war ambitionierter als viele unserer anderen Episoden, aber nach „Eclipse“ im Jahr zuvor wollten wir den Schwung beibehalten. Die Idee war, dass die Anwesenheit eines Wissenschaftlers dabei helfen könnte, unser Schuldgefühl zu mindern. Wir hatten zwar nie wirklich die Illusion, durch das Mitnehmen des Glaziologen Alun Hubbard plötzlich „grün“ zu werden, aber es war unglaublich wertvoll, jemanden dabeizuhaben, der so viel Erfahrung in Glaziologie, Klimawandel und generell im Leben hat.
Das führte zu spannenden Diskussionen im Camp mit vielen verschiedenen Ideen und Perspektiven. Ich tauchte tief in das Thema ein und entwickelte konkrete Änderungen, die ich in meinem Leben umsetzen konnte. Später, als ich im Herbst auf der Bühne stand, um unseren fertigen Film auf den üblichen Premieren zu promoten, war es jedoch anders als sonst. Die Reaktionen der Menschen waren nicht nur begeistert – viele wollten mehr wissen. Sie wollten erfahren, wie uns der Klimawandel tatsächlich betroffen hat, wie wir unser Leben ändern würden und was sie selbst tun könnten, um einen Unterschied zu machen.
Es waren unglaublich überwältigende Momente und ich kann mit Sicherheit sagen, dass mich diese Erfahrung tiefgreifend verändert hat. Ich wusste, dass ich etwas tun musste. Wenn ich dieses heikle Thema öffentlich ansprechen wollte, musste ich vor allem bei mir selbst anfangen. Ich musste handeln, anstatt nur darüber zu reden.

Im Sommer Gemüse, im Winter Lines ziehen – Work-Shred-Balance at its best.
Welche Schritte hast du unternommen, um dein Leben als Profi nachhaltiger zu gestalten?
Nach etwa einem Jahr mit weniger Reisen und stark reduziertem Fleischkonsum stellte ich fest, dass etwas, das ich zunächst als Verzicht betrachtet hatte, mein Leben tatsächlich bereicherte. Eine Mahlzeit ohne Fleisch war früher keine Mahlzeit. Heute ist mir klar, dass ich mein gesamtes Protein aus Pflanzen beziehen kann und mich trotzdem großartig fühle. Das inspirierte mich, noch mehr zu tun. Ich rüstete meinen Truck auf Pflanzenöl um und meine Partnerin Jesse und ich begannen, nach Land für eine Bio-Farm zu suchen. Uns wurde bewusst, dass die Landwirtschaft eine große Quelle von CO2-Emissionen ist, und wir dachten, dass wir zumindest im kleinen Rahmen etwas bewirken könnten.
Für Jesse war das schon lange ein Traum, und obwohl ich eigentlich keine Erfahrung damit hatte, ließ ich mich darauf ein. Im März 2020, als die Pandemie begann, hatten wir unser Traumgrundstück noch nicht gefunden. Doch unsere erste Frage war: Warum betreiben wir eigentlich nicht schon längst eine Farm? Also bestellten wir Saatgut und begannen mit der Anzucht – mit dem festen Entschluss, irgendwo Land zu finden, auf dem wir es anpflanzen konnten. In diesem ersten Jahr bauten wir auf gepachtetem Land an.
Dabei stellten wir fest, dass wir nicht nur leidenschaftlich gerne gemeinsam arbeiteten, sondern auch hart genug, um erfolgreich zu sein. Am Ende unserer ersten Saison als Ökobauern haben wir dann ein perfektes Stückchen Land bei Revelstoke gefunden, das zum Verkauf stand. Wir haben nicht lange gezögert und die Chance genutzt. Das bedeutet: Seit fünf Jahren müssen viel weniger Lebensmittel zu uns in die Region transportiert werden, denn sie sind einfach schon da.
Kannst du deinen Denkprozess zur Entwicklung der Farm näher erläutern?
Wie bereits erwähnt befinden wir uns nun im fünften Jahr und unsere Farm hat sich mit jeder Saison weiterentwickelt. Im ersten Jahr bewirtschafteten wir etwa ein Zehntelhektar Land; mittlerweile haben wir achtmal so viel und von unseren Nachbarn noch ein weiteres halbes Hektar gepachtet. Wir haben zwei Angestellte und arbeiten von Mitte April bis Mitte Oktober. Die Wachstumsperiode in Revelstoke ist fantastisch und wir könnten die Saison durchaus noch weiter ausdehnen.
Aber wir sind leidenschaftliche Skifahrer und genießen unsere Winter in den Bergen. Zum Glück haben wir eine unglaublich unterstützende Gemeinschaft in Revelstoke, die lokale Produkte sehr schätzt. Das sorgt für eine hohe Nachfrage und macht unser Geschäft erfolgreich. Jeden Samstag haben wir einen Bauernmarkt in Revelstoke und zusätzlich beliefern wir bis zu 15 Restaurants und zwei Lebensmittelgeschäfte, alles mehrmals die Woche. Eines unserer Ziele ist es, einen nachhaltigen Lebensstil in einer Bergregion vorzuleben – vom Skitourengehen bis hin zum eigenen Anbau von Lebensmitteln.
Wir wollen nicht nur darüber sprechen, sondern es auch wirklich leben. Es ist ein sehr erfüllender, aber auch arbeitsintensiver Lebensstil. Und mit unserem zweijährigen Kind wird das Chaos perfekt – aber es macht unglaublich viel Spaß! Wenn man so will, haben wir uns seit unseren Anfängen wirklich enorm weiterentwickelt – vor allem durch die vielen Fehler, die wir gemacht haben. Ich glaube, Landwirtschaft ist eine der Disziplinen, bei denen man nie das Gefühl hat, sie wirklich zu beherrschen. Es ist ähnlich wie das Freeriden: Man kann immer noch etwas dazulernen. Und dennoch sorgt Mutter Natur dafür, dass man bescheiden bleibt und Demut lernt.

Nicht jeder ist als Landwirt geboren – es gehört schon einiges an Wissen und Erfahrung dazu, einen ökologischen Hof zu bewirtschaften.
Das habe ich auch schnell gemerkt. [lacht] Mein großes Glück war und ist meine Partnerin Jesse. Sie ist erfahrene Landwirtin und hat Umweltwissenschaften studiert. Jesse hat einfach einen grünen Daumen. Ich habe schnell gemerkt, dass meine früheren Jobs gut zu dem passen, was sie kann. Bis 2016 war ich Zimmermann, Maschinenführer und Landschaftsgärtner – alles Sachen, die in der Landwirtschaft wirklich hilfreich sind.
Ich versuche, alles zu reparieren, Sachen zu recyceln und insgesamt weniger zu verbrauchen. An jeder Schraube, die ich finde, drehe ich. Außerdem hatten Jesse und ich das Glück, super Mentoren vor Ort zu haben, die uns viel geholfen haben. Aber irgendwie hatte ich trotzdem das Gefühl, nicht genug vorbereitet zu sein.
Also habe ich noch massenhaft YouTube-Videos geschaut, Bücher gelesen und die sozialen Medien durchforstet. Ich habe alles aufgesogen, was ich finden konnte. Am Ende muss man sich einfach die Hände schmutzig machen und es versuchen.
Vom reinen Versuch bezahlt man aber keine Rechnungen. Wie sieht denn die finanzielle Lage bei euch aus?
Die Farm bringt zwar Geld ein, aber wir investieren immer noch viel in Infrastruktur. Warum? Weil wir möchten, dass dieses Geschäft auch in 20 Jahren noch brummt. Auf der einen Seite ist es für Jesse wichtig, weil sie hauptberuflich auf der Farm tätig ist. Ich werde von verschiedenen Firmen gesponsert, damit ich mit deren Ausrüstung Ski fahre. Darüber hinaus helfe ich ihnen bei der Forschung und Entwicklung, produziere Content, um für ihre neue Ausrüstung zu werben.
Diese Sponsoren haben auch meinen Film bezahlt. Das Wichtigste aber ist, dass ich eine wirklich sehr gute Ausrede habe, Ski fahren gehen zu müssen. [lacht] Im Ernst: Wir erzielen großartige Erträge. In der vergangenen Saison haben wir Gemüse im Wert von 200.000 Dollar verkauft. Das ist eine Menge! Eines Tages wollen wir beide von der Farm leben.
Haben deine Erfahrungen im Sport beeinflusst, wie du auf einer vollständig nachhaltigen Farm lebst?
Es ist lustig, denn von außen betrachtet könnten Skitourengehen im Backcountry und Landwirtschaft kaum unterschiedlicher sein. Doch ich habe erkannt, dass sie sich in vielerlei Hinsicht tatsächlich ähneln. Im Kern bist du in beiden Fällen der Natur ausgeliefert – im Guten wie im Schlechten. Man muss genau auf das Wetter achten und sich entsprechend anpassen.
Es gibt viele Techniken und Tricks, um sich zurechtzufinden, aber letztendlich geht es darum zu wissen, wann man Gas geben kann und wann man es besser ruhiger angehen lässt. Auch in Bezug auf Risiko und Belohnung gibt es Parallelen. Früher habe ich eher nach kurzen Adrenalin-Kicks gesucht, doch mit der Zeit begann ich, mich mehr für das Hiken zu begeistern – ein langsamerer, überlegterer Ansatz. Die Erfüllung, die ich daraus ziehe, hält oft Tage oder sogar Monate an.
In der Landwirtschaft ist es ähnlich: Viele Dinge, die man verbessern möchte, können erst im nächsten Jahr ausprobiert werden. Dadurch ist die Lernkurve gleichzeitig schnell und langsam – mit viel akribischer Planung. Die meiste Zeit der Saison lebt man mit den eigenen Fehlern, denn von der Aussaat bis zur Ernte vergeht eine lange Zeit. Dieser Prozess kann unglaublich belohnend, aber auch frustrierend sein.
Eines ist sicher – egal ob beim Skifahren oder in der Landwirtschaft: Man lernt immer dazu und das Wetter hat immer Einfluss auf alles.

Was sind die Belohnungen für deine neue Lebensweise? Und welche Herausforderungen gibt es?
Ich war schon immer jemand, der seinem Herzen folgt und sich von dem inspirieren lässt, was ihn antreibt. Auch wenn sich mein Lebensstil nun verändert hat, lebe ich immer noch nach meinen Überzeugungen. Und dieses neue Leben ist mit Abstand das Erfüllendste, das ich je hatte. Ein kleines Unternehmen zu führen ist zwar eines der herausforderndsten, aber auch eines der tollsten Dinge, die man tun kann. Du fühlst jedes Tief sehr intensiv und schwebst auf jedem Hoch dahin.
Die Landwirtschaft im Besonderen hat viele von diesen Ups and Downs, aber der Erfolg übertrifft bei Weitem die Tiefs. Es ist unglaublich befriedigend, jeden Samstag im Sommer unser Gemüse auf dem Markt an jene Leute weiterzugeben, die die harte Arbeit zu schätzen wissen. Das fühlt sich ähnlich an, als wenn du einen langen Hike hinter dich bringst, um eine bestimmte Line mit Ski zu fahren.
Mit „Farming Turns“ hast du nun dein geändertes Leben in einen Film gepackt. Du hast vom Freeride-Hero zum Biobauer umgesattelt. Wie hat sich dieser Sinneswandel zu einem Film materialisiert?
Wir hatten schon seit einigen Jahren darüber gesprochen, diesen Film zu machen, aber wie bei den meisten guten Dingen dauert es dann ein wenig, bis sie tatsächlich passieren. Der Hauptsponsor Picture war der erste, der zusagte und damit das Konzept real werden ließ. Ich wusste auch, mit wem ich den Film machen wollte, also wurde es einfacher, sobald wir angefangen hatten.
Trotzdem hatten wir im letzten Jahr einen wirklich herausfordernden Winter für die Dreharbeiten. Daher mussten wir hart arbeiten, aber wir hatten das Glück auf unserer Seite.




Du hast wieder mit Regisseur Anthony Bonello zusammengearbeitet, der schon bei „Guilt Trip“ Regie führte.
Anthony und ich arbeiten seit über einem Jahrzehnt zusammen, wir haben verrückte Reisen nach Spitzbergen in Norwegen unternommen und versucht, in Tibet Erstbefahrungen zu filmen. Ich wusste, dass er entscheidend dazu beitragen würde, diese Geschichte zum Leben zu erwecken.
Zwar ist das Erzählen der Geschichte ein wesentlicher Bestandteil des Films, allerdings war das Skifahren in diesem Movie oft mit unglaublich langen Märschen in den Bergen und schwerer Ausrüstung verbunden; nur wenige Menschen können das. Die Energie, die die Filmemacher hinter den Kulissen für so ein Werk aufbringen, kann man gar nicht genug betonen.
Welche Kernbotschaft wolltest du mit „Farming Turns“ vermitteln?
Die Idee des Films war zu zeigen, dass ein CO2-ärmerer Lebensstil eine Chance ist und nicht das Opfer, für das ihn viele halten. Seitdem ich selbst Veränderungen vorgenommen habe, habe ich in vielen Bereichen Fortschritte gemacht. Und es gibt immer noch so viele andere Ebenen, auf denen wir weiterarbeiten können.
So ganz glücklich siehst du in „Farming Turns“ aber nicht immer aus, um ehrlich zu sein…
[lacht] Da hast du wohl recht. Der Aufstieg zum Mount Revelstoke war wirklich eine Plackerei. Als wir endlich oben ankamen, waren wir alle ziemlich erledigt. Aber wir haben uns zusammengerissen und ein paar fantastische Runs hingelegt. Über die Jahre habe ich an vielen Filmen mitgewirkt – sei es mit Matchstick Productions, Sherpas Cinema oder Switchback Entertainment.
Je nach Projekt war ich entweder als Athlet oder als Produzent beteiligt. „Farming Turns“ ist allerdings der erste Film, den ich komplett selbst produziert habe.
Dann bist du also Produzent, Klimaaktivist und Sportler. Wie lässt sich das alles unter einen Hut bringen?
Schnee und Winter sind das Fundament der Skiindustrie. Ohne sie gibt es kein Skifahren. Wenn sich das Klima weiter so rasant erwärmt, werden immer weniger Menschen diesen Sport ausüben – was der Umwelt, aber auch unserer gesamten Branche schadet. Also haben wir, die in dieser Industrie arbeiten, die Verantwortung, es besser zu machen. Ich liebe das Skifahren, ich liebe die Landwirtschaft.
Aber ich bin kein Aktivist, der lautstark gegen Missstände protestiert – das ist einfach nicht mein Stil. Mein Ansatz ist, mit gutem Beispiel voranzugehen und dabei offen zu zeigen, dass auch ich nicht perfekt bin. Ich möchte vermitteln, dass ein CO2-reduzierter Lebensstil keine Einschränkung bedeutet, sondern eine Bereicherung sein kann.

Der Lohn für anstrengende Lines: unverspurte Hänge, in denen man sich verwirklichen kann.

Wie setzt du dich konkret für den Schutz des Klimas ein?
Mir macht es Spaß, mein eigenes Leben nachhaltiger zu gestalten und diese Erfahrungen über soziale Medien oder Filme mit anderen zu teilen. Mein persönlicher CO2-Fußabdruck mag die Welt nicht verändern, aber meine Stimme kann es. Wenn ich Inhalte erstelle, die andere inspirieren, ihr eigenes Leben umzustellen, und diese Menschen wiederum andere motivieren, dann entsteht eine echte Bewegung.
Ich glaube fest daran, dass selbst einzelne Menschen Großes bewirken können – solange wir uns zusammenschließen.
Wie lässt sich der Hedonismus des Skifahrens überhaupt rechtfertigen? Oder sollten wir nicht gleich komplett auf Flugreisen verzichten?
Das ist eine sehr persönliche Frage und ich denke, jeder muss seine eigene Antwort darauf finden. Für mich wäre ein Leben ohne Skifahren oder ohne Zeit in der Natur nicht vorstellbar. Wenn ich unglücklich bin, kann ich auch nichts Positives zur Gesellschaft beitragen. Skifahren und das Draußensein lassen mich die Natur wertschätzen und motivieren mich, sie zu schützen. Ich glaube, wir können das Skifahren nachhaltiger gestalten.
Die Community rund um diesen Sport ist eine der fortschrittlichsten und umweltbewusstesten, die es gibt. Würde man den Menschen ihr Spielzimmer in der Natur nehmen, hätte das womöglich negative Auswirkungen. Was Flugreisen betrifft: Ja, sie sind ein großes Problem in Sachen CO2. Aber das sagt jemand, der früher extrem viel gereist ist und daraus unglaublich viel gelernt hat. 2016 hatte ich mein flugintensivstes Jahr mit 26 Flügen. Seitdem bin ich nur noch zweimal im Jahr geflogen.
Die Erfahrungen, die ich durch das Reisen gesammelt habe, sind für meine Weltsicht unbezahlbar. Deshalb fällt es mir schwer, anderen zu sagen, sie sollten nicht reisen. Ich denke aber, wir müssen ein stärkeres Umweltbewusstsein entwickeln und nach Wegen suchen, das Reisen umweltfreundlicher zu gestalten.
Ich habe für mich entschieden, mein eigenes Reisen drastisch zu reduzieren – einfach weil es einer der wirkungsvollsten Hebel ist, um meinen Fußabdruck zu verkleinern. Ganz aufhören werde ich wohl nicht, weil mein Job damit verbunden ist. Aber weniger ist ein Anfang.
Wie wird sich das Skifahren in den nächsten 30 Jahren verändern?
Hoffentlich gibt es in 30 Jahren überhaupt noch Schnee! So makaber das klingt – wenn sich die Temperaturen weiter so entwickeln wie in den letzten 32 Jahren meines Lebens, könnte diese Frage bald real werden. Aber ich glaube daran, dass wir die Erderwärmung verlangsamen können.
Die Skiindustrie wird umweltfreundlichere Materialien und nachhaltigere Betriebsweisen für Skigebiete entwickeln müssen. Der Trend zum Skitourengehen wird sicher weiter zunehmen, weil Menschen es lieben, sich aus eigener Kraft durch die Berge zu bewegen – das macht das Skifahren noch intensiver.

