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„Ornada“: Der Armada Skis Team Movie

TEXT: ROMAN LACHNER // FOTOS: AARTU HEIKKINEN, DANIEL RÖNNBÄCK, JOSH BISHOP

Armada Skis „Ornada“ (2025)

Video: Armada Skis „Ornada“ (2025) – Full Movie

Armada meldete sich im Herbst 2025 mit einem Filmprojekt zurück, das nicht weniger sein will als eine Hommage an das Freeskiing – und ein klares Statement dafür, was diese Subkultur immer ausgemacht hat: Kreativität, Gemeinschaft, künstlerischer Ausdruck und das bedingungslose Brennen für den Sport. Zwei Jahre hat die Armada-Crew an „Ornada“ gearbeitet. Das Ergebnis ist kein Best-of-Edit, kein digitaler Content-Happen für den Feed, sondern ein durchdachter, visuell eigenständiger Film – ein echtes Stück Ski-Kultur.

„Ornada“ ist schon fast eine immersive Freeski-Erfahrung, die mit einem eigens komponierten Live-Soundtrack, surrealen Bildern und kreativer Kameraarbeit den Sport in eine neue visuelle Sprache übersetzt. Armada spricht hier nicht in Clips, sondern in Kapiteln – von den steilsten Big-Mountain-Lines in Alaska über heftige Street-Missionen bis hin zu komplexen Park-Set-ups. Es ist eine Reise durch Raum und Zeit, durch Vergangenheit und Zukunft des Freeskiing, die bewusst mit dem spielt, was real ist – und was traumhaft wirkt. Der Film zeigt nicht nur die Athleten, er zeigt, wofür sie stehen: für Vision, Mut und maximale Ausdruckskraft auf zwei Brettern.

Mit surrealer Bildsprache und eigens komponiertem Soundtrack hebt „Ornada“ Freeskiing auf eine neue Ebene: Von Alaska bis Street verschwimmen Realität und Traum zu einer immersiven Reise, die Vision und Ausdruckskraft der Athleten in den Mittelpunkt stellt. - Rider: Henrik Harlaut - Foto: Daniel Rönnbäck
Mit surrealer Bildsprache und eigens komponiertem Soundtrack hebt „Ornada“ Freeskiing auf eine neue Ebene: Von Alaska bis Street verschwimmen Realität und Traum zu einer immersiven Reise, die Vision und Ausdruckskraft der Athleten in den Mittelpunkt stellt. – Rider: Henrik Harlaut – Foto: Daniel Rönnbäck

Eine zentrale Rolle spielt auch die Kunst – visuell getragen durch niemand Geringeren als Madsteez. Der kalifornische Künstler mit dem bürgerlichen Namen Mark Paul Deren hat nicht nur zahlreiche legendäre Ski-Designs für Armada entworfen, sondern gilt längst als einer der markantesten visuellen Taktgeber im Actionsport-Universum.

Seine Werke sind laut, überzeichnet, psychedelisch, voller versteckter Details – genau wie „Ornada“ selbst. Auf der Movie-Tour am Anfang der Saison 2025/2026 wurden ausgewählte Originalwerke des Künstlers ausgestellt – als Zeichen der langjährigen Verbindung zwischen Brand, Kunst und Szene. Dass ein Projekt wie dieses auch Raum für bildende Kunst schafft, ist kein Gimmick, sondern Ausdruck dessen, wofür Armada seit jeher steht: für mehr als nur Ski.

Das Line-up des Films ist ebenso vielseitig wie legendär: Tanner Hall, Henrik Harlaut, Phil Casabon, Sammy Carlson, Quinn Wolferman, Kuura Koivisto, Dani Bacher, Olivia Asselin, Todd Ligare und viele mehr geben in „Ornada“ alles – und zeigen dabei nicht nur Skills, sondern auch Haltung. Der Film vereint Generationen und Stile, umfasst Park und Powder, Street und Steeps – und das alles in einem Look, der mehr Kunstprojekt ist als klassischer Ski-Streifen.

„Ornada“ wiederholt nicht Altbewährtes, sondern schlägt ein neues Kapitel in Armadas filmischer Geschichte auf – und dient als Beweis, dass es auch 2025 noch möglich ist, mit einem Freeski-Film nicht nur Hype zu generieren, sondern auch Haltung zu zeigen. Es ist ein Film für die Szene, für die Ästheten, die Träumer – für alle, die wissen, dass Skifahren mehr ist als Sport. Armada or nada.

Dass „Ornada“ nicht einfach online releast wurde, sondern zuerst als weltweite Live-Movie-Tour um den Globus zog, ist ein weiterer Beleg für den Community-Gedanken, der hinter dem Film steht. Die Tour brachte Rider, Fans, Locals und Szenegrößen zusammen – für Premierenabende mit Live-Publikum, Applaus, Gesprächen und Momenten, die bleiben.

In einer Zeit, in der Freeski-Filme oft in der Timeline verschwinden, ist „Ornada“ genau das Gegenteil: laut, echt, greifbar.

Todd, Kuura und Quinn haben uns von ihren Parts und den Dreharbeiten zu „Ornada“ berichtet.

Todd Ligare

Für Todd Ligare gleicht die Reise nach Alaska einem Besuch im Kasino: Die Hoffnung auf den Jackpot – die Lines des Lebens – steht stets dem Risiko zermürbenden Wartens gegenüber. Gemeinsam mit Sammy Carlson setzt er auf akribisches Snow-Tracking und Erfahrung, doch auch sie wissen, dass sich die Wildnis Alaskas nie vollständig kontrollieren lässt.
Für Todd Ligare gleicht die Reise nach Alaska einem Besuch im Kasino: Die Hoffnung auf den Jackpot – die Lines des Lebens – steht stets dem Risiko zermürbenden Wartens gegenüber. Gemeinsam mit Sammy Carlson setzt er auf akribisches Snow-Tracking und Erfahrung, doch auch sie wissen, dass sich die Wildnis Alaskas nie vollständig kontrollieren lässt.

„Wenn du ins Flugzeug nach Alaska steigst, ist das jedes Mal ein Gefühlsmix. Vorfreude, Aufregung – und gleichzeitig Nervosität. Es ist ein bisschen wie im Kasino: Du weißt, dass du deine Chips setzen wirst, aber nicht, was am Ende dabei herauskommt. Jackpot bedeutet: die Lines deines Lebens. Pech bedeutet: teure, zermürbende Tage voller Warten, bis das Wetter endlich zulässt, was du willst. Sammy Carlson und ich sind inzwischen ziemlich gut darin geworden, unsere Chancen zu managen. Aber ganz kontrollieren kannst du Alaska nie. Schon seit Jahresbeginn verfolge ich den Schneeaufbau: Wie viel Schnee liegt? Welche Stürme sind durchgezogen? Wie stabil ist das Ganze? Was hat der Wind angerichtet? Alles für ein paar wenige Tage Ende März oder Anfang April…

Dieses Jahr erwischte ich ein gutes Fenster. Sammy war schon draußen und hatte einige seiner besten Tage ever – ich kam vergleichsweise ‚kalt‘ dazu. Nach zwei Nächten in Valdez dann der Moment: ein klarer Morgen, der 23. März.

Wir hatten eine neue Zone für ‚Ornada‘ im Sinn, doch es sollte ein Rennen gegen das Licht werden. Manche Traum-Lines leuchten weniger als eine Stunde im goldenen Glow, dann ist Schluss. Im Heli gen Norden sahen wir schon von Weitem Schneefahnen über den Graten. Meine Gedanken rasten wie wild: ‚Vielleicht nur kurz… Vielleicht hält der Schnee… Aber landen bei dem Wind?!‘

Rider: Sammy Carlson - Spot: Kingfisher Helliskiing, BC, Kanada - Foto: Daniel Rönnbäck
Rider: Sammy Carlson – Spot: Kingfisher Helliskiing, BC, Kanada – Foto: Daniel Rönnbäck

Wir versuchten es trotzdem, die Vibes waren intensiv: ein Areal voller Weltklasse-Lines für Sammy und mich. Unser Pilot Nick, ein Black-Ops-Veteran, dem wir blind vertrauen, war skeptisch: Toe-in Landing bei diesen Bedingungen? Wir hoben noch mal ab, zielten auf den einfachsten Spot der Zone. Doch schon beim ersten Versuch war klar: Der Wind war heftig. Nick kreiste zweimal, wollte ansetzen, brach ab. Wenn er kein gutes Gefühl hat, haben wir’s auch nicht – sein Urteil ist Gesetz. Der Drop war zum Greifen nah.

Ein weiterer Versuch, der Wind ließ gerade genug nach, dass wir reinkamen. Und plötzlich standen wir nach einem Jahr Warten oben, tief in den Chugach Mountains auf einem Face wie aus einem Traum. Plötzlich fügte sich alles. Der Schnee passte, die Line war makellos, ich konnte aufmachen – living the dream!

Doch schon nach diesem ersten Run war’s vorbei. Der Wind machte alle weiteren Landungen unmöglich, wir mussten abziehen. Zurück in diese Zone würden wir nicht kommen, zu stark hatte der Sturm den Schnee zerstört. Aber wir hielten die Hoffnung hoch: Die Range ist groß, und was an einem Spot passiert, muss nicht überall gelten. Tatsächlich – die Reise rollte weiter und das Wetter schlug sich auf unsere Seite. Wir bekamen noch mehrere Sessions, so wie erhofft. In einem anderen Teil der Range fanden wir sogar am gleichen Abend noch den besten Schnee des ganzen Trips – windstill, perfekt, magisch.“

Kuura Koivisto

Für Kuura Koivisto ist Helsinki längst mehr als bloße Kulisse: Mit verlassener Architektur, wenig Security und einer vernetzten Szene hat sich die Stadt zu einem riesigen urbanen Playground und Hotspot für Street-Skiing-Crews aus ganz Europa entwickelt.
Für Kuura Koivisto ist Helsinki längst mehr als bloße Kulisse: Mit verlassener Architektur, wenig Security und einer vernetzten Szene hat sich die Stadt zu einem riesigen urbanen Playground und Hotspot für Street-Skiing-Crews aus ganz Europa entwickelt.

„Dieser Spot und das Foto, das dabei entstanden ist, gehören definitiv zu meinen persönlichen Highlights aus Helsinki. Für mich ist die Stadt längst mehr als nur Kulisse. Sie ist ein riesiger urbaner Playground. Verlassene Architektur, kaum Security, kalte Winter und eine extrem gut vernetzte Szene – all das macht Helsinki inzwischen zu einem echten Hotspot für Street Skiing. Crews aus ganz Europa kommen hierher, um zu filmen.

Was mir am Street Skiing besonders wichtig ist: Ich will nicht einfach nur technisch anspruchsvolle Tricks stehen – ich will Spots finden, die einen eigenen Vibe haben. Orte, die im Kopf bleiben. Dieser Spot war genau so einer. Ich hatte ihn schon länger auf dem Schirm, seit ich vor ein paar Jahren sah, wie die finnische Crew Anam ihn gefahren ist. Jetzt war endlich der richtige Moment, ihn selbst zu fahren.

Rider: Kuura Koivisto - Spot: Mammoth - Foto: Daniel Rönnbäck
Rider: Kuura Koivisto – Spot: Mammoth – Foto: Daniel Rönnbäck

Die Bedingungen? Alles andere als perfekt. Zu wenig Schnee, vereiste Anfahrt, keine saubere Landung. Wir haben wirklich jedes Fitzelchen Schnee und Eis aus der Umgebung zusammengekratzt, um das Set-up überhaupt fahrbar zu machen. Sketchy, aber irgendwie auch genau das, was Street für mich ausmacht: improvisieren, durchziehen, kreativ sein – und trotzdem einen sauberen Shot abliefern.

Zuerst haben wir ein paar Safety-Tricks gemacht, um das Foto zu sichern. Als das Licht dann perfekt war, ging’s ans Eingemachte: den Trick für „Ornada“. Ich bin superhappy mit dem Clip, den wir am Ende im Kasten hatten. Aber ehrlich gesagt bedeutet mir das Foto fast genauso viel. Es erzählt die ganze Story in einem einzigen Frame: der Spot, die Crew, das Licht, der Moment, die Spannung – all das, was für mich Street Skiing ausmacht.“

Für Kuura Koivisto steht beim Street Skiing der Vibe eines Spots über der reinen Technik; diesen speziellen Spot aus dem Foto oben hatte er, inspiriert von der Crew Anam, schon seit Jahren im Auge, bevor er ihn nun endlich selbst befahren und seinen fertigen Clip in "Ornada" präsentieren konnte.
Für Kuura Koivisto steht beim Street Skiing der Vibe eines Spots über der reinen Technik; diesen speziellen Spot aus dem Foto oben hatte er, inspiriert von der Crew Anam, schon seit Jahren im Auge, bevor er ihn nun endlich selbst befahren und seinen fertigen Clip in „Ornada“ präsentieren konnte.

Quinn Wolferman

„Zwei Tage am Berg, zwei volle Drehtage für Ornada. Drei fette Features, aber kein einziger Clip im Kasten. Ich bin noch nicht ganz da – schwitze die Reste einer fiesen Grippe raus, meine Beine weak wie mein Magen. Nichts fühlt sich stabil an. Schwindlig, leer, kraftlos.

Der Shooting-Trip für "Ornada" mit den Team-Buddies nach Les Arcs war für Quinn eines der Highlights des Films – und des gesamten Winters.
Der Shooting-Trip für „Ornada“ mit den Team-Buddies nach Les Arcs war für Quinn eines der Highlights des Films – und des gesamten Winters.

Und dann: dieser eine Tag. Der, auf den du wartest, wenn du mit der Crew unterwegs bist. Dicke Flocken ballern unaufhörlich seit dem frühen Morgen. Feiner Powder begräbt die Landung unter sich. Und irgendwann reißen die Wolken auf. Sonnenstrahlen brechen durch, als würde irgendwer da oben zuschauen wollen. Alles ist bereit. Alles passt.

Die Bedingungen, das Setup, die Energie in der Crew – alles steht auf „Go“. Adam Delorme hat den Jump als Erster von uns komplett auseinandergenommen – Style und Kontrolle wie ein Kunstwerk. Der Druck steigt. Aber es ist dieser gute Druck. Henrik geht als Nächstes. Er stickt direkt einen absoluten Banger. Sauber, smooth, wie aus dem Lehrbuch. Niemand ist wirklich überrascht – aber alle sind beeindruckt.

Rider: Quinn Wolferman - Foto: Daniel Rönnbäck
Rider: Quinn Wolferman – Foto: Daniel Rönnbäck

Jetzt bin ich dran. Ich droppe höher ein, nehme mehr Speed, fühle, wie sich dieses spezielle Momentum aufbaut. Es wird ernst. Ich hole tief Luft – nicht körperlich, sondern mental. Da ist dieser eine Trick, der sich mir letzte Nacht im Traum eingebrannt hat. Ich habe ihn nicht geplant, er war einfach da. Und jetzt steht er plötzlich vor mir, greifbar, real.

Wenn alles passt, könnte er funktionieren. Aber sobald ich eindroppe, gibt’s keine Wenns mehr. Keine Angst, kein Zögern. Alles ist ruhig. Der Kopf schaltet ab, der Körper übernimmt. Ich erinnere mich kaum an den Take-off – Blackout. Nur noch Gefühl. Der sechste Sinn. Intuition.

Der Trick? Ein Rätsel. Ich weiß nicht genau, was passiert – aber es fühlt sich sofort richtig an. Noch in der Luft höre ich einen vertrauten Bang. Spot getroffen. Target acquired. Jetzt nur noch alles zurück auf die Füße bringen.“

„Mein Körper ist irgendwo da oben geblieben, ich selbst bin längst im Traum. Und dann passiert’s. Ich lande. Schaue hoch. Und da ist er – mein Held, seit ich dreizehn bin. Henrik springt auf und ab, schreit, rastet komplett aus. In diesem Moment weiß ich: Ich habe abgeliefert.“

Für Quinn Wolferman gibt es nach dem Drop-in kein Zögern mehr: Zweifel und Angst weichen absoluter Ruhe, während der Kopf abschaltet und der Körper rein instinktiv und intuitiv die Führung übernimmt.
Für Quinn Wolferman gibt es nach dem Drop-in kein Zögern mehr: Zweifel und Angst weichen absoluter Ruhe, während der Kopf abschaltet und der Körper rein instinktiv und intuitiv die Führung übernimmt.
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