Die zweite Ausgabe von PRIME skiing ging soeben in Druck und wir können euch versprechen, dass diese ein ziemlicher Hammer wird. Ein Grund dafür ist nicht zuletzt eine fette Story über das AK-Segment von Legs Of Steel’s Passenger. Wer den Movie noch nicht gesehen hat, sollte dies unbedingt nacholen. Vielleicht kann euch dieses exklusive Interview mit dem „funny guy“ der LOS Crew, Tobi Reindl, überzeugen. Passenger rockt!


 

Paddy Graham im Backcountry bei der Fairy Meadows Hut
Paddy Graham im Backcountry bei der Fairy Meadows Hut. ©Pally Learmond

Hey Tobi! Die münchner Premiere von Passenger ist „in the books“. Wie war’s, hättest du mit soviel Andrang gerechnet?
Es war verrückt! Fast 2.000 Leute waren da, das hätten wir so niemals erwartet. Vor allem da Innsbruck ja auch schon zweimal ausverkauft war. Das ist schon verrückt, dass so viele Leute unseren Film sehen wollten, und das in Zeiten des Internets!

Welcher Gedanke steckt hinter dem Titel „Passenger“? Was wollt ihr mit dem Movie ausdrücken?
Der Hauptdarsteller des Films ist „Old Man Winter“. Die Skifahrer sind seine Passagiere. So oder so ähnlich kann man das deuten. Eigentlich fanden wir nur den Iggy Pop song cool… [lacht]

Auch der Grafik-Job ist sehr gelungen. Erinnert etwas an den Style von den Higher Movies von Jeremy Jones. Welcher kreative Kopf steckt hinter dem Artwork und was zeigt es?
Das stammt von einem Künstler aus England namens Jono Wood. Er hat seit „Nothing Else Matters“ alle unsere Logos und Artworks gemacht. Dieses Artwork im Speziellen zeigt „Old Man Winter“, den Erzähler des Films.

Was unterscheidet „Passenger“ von den bisherigen LOS Movies? Ist er euer neuer Lieblingswerk?
Man kann „Passenger“ fast als 5-Jahres-Projekt bezeichnen. Alles, was wir bei den anderen Filmen gelernt haben – die Fahrer, die wir auf unseren Weg mit aufgenommen haben, die Filmer und die Produktion – wir haben nochmals alles in die Waagschale geschmissen, um einen Feature Film zu produzieren, der sich vor Niemanden mehr verstecken muss. Deswegen ist es schon unser Lieblingsprojekt.

Was waren denn die Highlights während der Dreharbeiten? Irgendwelche besonderen Stories oder Trips im Allgemeinen, die herausstachen?
Ach, es gab so viele Highlights! Die Kicker Shoots waren natürlich wieder ein Highlight, sowohl am Stubaier Gletscher, als auch im Backcountry von Zürs. In Zürs konnten wir an einem Tag vier Big Mountain Lines und eine gesamte Kicker Session filmen und zwar mit einem Cineflex-Heli. Das Terrain dort ist der Wahnsinn, was dies erst möglich machte. Aber natürlich auch der Trip nach AK war etwas Besonderes. War haben als eine der ersten europäischen Ski Crews dort drüben so richtig gescored. Sowas passiert nicht alle Tage!

Wie kam denn die Crew für „Passenger“ zustande? Nach welchen Kriterien sucht ihr die Rider aus, die am Ende dabei sein dürfen?
Da gibt es keine Kriterien. Entweder man passt ins Team oder eben nicht. Ich bin stolz sagen zu können, dass alle Rider auch unsere Freunde sind. Alle ziehen an einem Strang, um den Film so gut wie möglich zu machen. Es ist wirklich eine einzigartige Kombination aus Persönlichkeiten und Weltklasse-Freeskiern – die eben zufällig auch beste Freunde sind.

Wie schaut’s denn bei dir selber aus? Bei welchen Trips warst du dabei und wie oft steigst du noch auf die Bretter?
Ich bin im wohlverdienten Ruhestand. Nur den 20-Mann-Train am Stubaier Gletscher habe ich mir nicht entgehen lassen. Ich bin der, der den hässlichen 360er macht. Die Tage von Style sind bei mir leider vorbei. [lacht}

Welche Rolle übernimmst du dann bei den Legs Of Steel?
Ich glaube im Film Business würde man es Producer nennen. Allerdings mag ich das Wort nicht. Schreib einfach „Funny Guy“! [lacht]

Ich muss sagen, dass ich auch Lolo Favre vermisst habe. Was geht bei dem Dog?
Der ist auch im Ruhestand. Ja, wir werden langsam alle alt. Lolo sucht wahrscheinlich gerade Kräuter für seine selbstgebrannten Schnäpse.

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