Die Meldung, dass irgendwo eine Bahn errichtet wurde oder eine alte durch eine neue er­setzt wurde, sorgt wohl bei keinem hier für Schnappatmung. Doch die Skiverbindung von Saal­bach Hinterglemm Leogang hinüber nach Fieberbrunn sprengt den „gewohnten“ Rahmen, denn mit nur einer Bahn wurden nicht nur zwei Skigebiete, sondern auch die beiden Bundesländer Tirol und Salzburg miteinander verbunden. Als Ergebnis dieser längst fälligen „Hochzeit“ dürfen sich die Betreiber des neuen Verbunds als größtes zusammenhängendes Skigebiet Österreichs rühmen.

Max Kroneck ©Roman Lachner
Max Kroneck ©Roman Lachner

Die Pläne, Fieberbrunn an den Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang an­zu­docken, liegen schon lan­ge in der Schublade. Dass Neu­erschlie­ßungen von ungenutzten Hän­gen oftmals langwierige Ange­legenheiten sein können, kennen wir aus Beispielen wie der Verbindung zwischen Warth-Schröcken und Lech. Dort hat es ganze 40 Jahre ge­dauert, bis die Idee einer Lift­ver­bin­dung in die Tat umgesetzt werden konnte. Die Ursachen für diese langen Verzögerungen sind meistens in der Uneinigkeit von Be­treibern und Grundbesitzern zu sehen. Im nächsten Schritt gilt es erst, ökolo­gi­sche Hürden anzugehen und Umwelt­schützer von einem möglichst ge­ringen Eingriff in die Natur zu über­zeugen. Natürlich freuen wir uns immer wieder über neue Spielplätze, doch mit jeder Erschließung von „Neuland“ müssen wir irrepa­rab­le Veränderungen in der Bergwelt in Kauf nehmen. Von daher müs­sen diese dann so gering wie mög­lich gehalten werden wie hier beim Bau der TirolS-Einseil-Umlaufgondel.