Heute sind wir sehr erfreut, euch ein exklusives Interview mit der Riding Rhythms Bildschirmfoto 2016-02-04 um 12.22.45Crew aus der Schweiz präsentieren zu dürfen. Wie ihr gleich erfahren werdet, verfolgen die Jungs einen mehr als interessanten Stil, den wir von PRIME Skiing sehr begrüßen und auch in Zukunft unterstützen werden. Bevor wir hier aber lange um den heißen Brei herumreden, lest am besten selbst wer die Jungs vertreten durch Marco Tribelhorn genau sind und was sie so besonders macht:

Weniger qualitative, kreative Movies und mehr „Helmkamera Schrott“.

Hey Marco! Du bist einer der Köpfe hinter der „Riding Rhythms“ Crew. Ich würde sagen wir fangen einfach Mal an, in dem du euch uns einfach Mal ein wenig näher vorstellst!
Ich heisse Marco Tribelhorn, bin 32 Jahre alt und bin quasi das Hirn von Riding Rhythms. Zu unserem Kernteam gehören Armin Beeli, Raphael Imsand, Elias Poletti, Sven Rauber und seine Buddys vom Projekt Pommes (Georg Stückler und Tobias Huber). Neben diesen „Hauptakteuren“ gesellt sich jeweils ein Haufen weitere Freunde zu uns, die vor und hinter der Kamera Unterstützung leisten. Um dem ganzen Chaos einen Hauch von Struktur zu verleihen, habe ich das Troublehaus ins Leben gerufen, welches als Label/Plattform für unseren Output fungiert.

 

Man hatte in den letzten Jahren so ein Bisschen das Gefühl, es werden eher immer weniger Movies die produziert werden. Hast du auch das Gefühl und was genau hat euch dazu bewegt eine solche Sache anzugehen?
Weniger qualitative, kreative Movies und mehr „Helmkamera Schrott“. Ich glaube, dass die Marketing Typen in unserer Industrie momentan zu fest dazu neigen, alles anhand von Likes und Views zu messen. Für einen 45 Minuten langen Film ist es daher schwer, mit einem 30 Sekunden Clip mitzuhalten.

Skifilme haben mein eigenes Riding sehr geprägt und sind für mich nach wie vor das Medium, welches Freeskiing am besten repräsentiert. Für mich war es ein innerer Drang, etwas Eigenes zu kreieren, meine Visionen umzusetzen. Mir geht es in erster Linie darum, meine Kreativität auszuleben und Skifahren so zu präsentieren, wie wir es sehen.

Es ist das Lebensgefühl und die Freiheit, die man spürt, die Skifahren zu dem machen was wir so lieben und was wir vermitteln wollen.

Wie sieht denn dieses Skifahren aus und was ist speziell an eurem Ansatz?
Wir sind ambitionierte Skifahrer, aber keinesfalls Profis. Für uns ist Skifahren etwas zwischen Sport und Kunst. Es braucht eine athletische Leistung, um unsere Kunst auf eine Leinwand zu bringen, aber Leistung steht in keinem Fall im Zentrum. Es ist das Lebensgefühl und die Freiheit, die man spürt, die Skifahren zu dem machen was wir so lieben und was wir vermitteln wollen. Sweetgrass Productions kam mit „Valhalla“ schon ziemlich nahe an mein Ideal von Skifilm heran. Ihre Bildsprache zeigt Skifahren auf eine sehr kunstvolle Weise. Jedoch werden sie meiner Meinung nach dem sportlichen Teil des Skifahrens nicht ganz gerecht.

Bildschirmfoto 2016-02-04 um 12.20.28Der Name „Riding Rhythms“ verrät schon, dass Musik eine zentrale Rolle eures Projektes einnimmt. Was genau hat es damit auf sich?
Dass wird ziemlich sicher der schwierigste Part dieses Projekts werden, oder zumindest der bei dem wir am wenigsten Erfahrung haben. Die Band Electric Sun wird einen Soundtrack zum Film einspielen, ähnlich wie dies Orchester für einen Hollywood Film machen. Sie setzen sich aus Keyboard, Gitarre, Bass und Schlagzeug zusammen und spielen so etwas wie Instrumental Psychodelic Rock. Für die Premiere und ein paar weitere Vorstellungen wollen wir dann Film und Sound live aufführen. Wie das ganze rauskommen wird, sind wir uns selber noch nicht ganz klar. Es wird auf jeden Fall speziell werden und eventuell nicht ganz Mainstream-tauglich. Daher glaube ich, dass sich diejenigen, die sich einen solchen Film anschauen, dies wirklich aus Interesse tun und seltener aus Langeweile oder weil er gerade im Facebook Feed auftaucht.

Bildschirmfoto 2016-02-04 um 12.18.32Jetzt wart ihr ja auch schon etwas unterwegs und habt einige Shots im Kasten. Erzähl uns doch Mal von einem absoluten Highlight bisher!
Letzten Frühling waren wir mit den Jungs vom „Projekt Pommes“ im Tirol unterwegs. Es war schon Mitte April und wir konnten noch zwei Tage tiefen Powder shooten, unter der Waldgrenze wohlgesagt. Das Allerbeste war aber, dass es bis fast um neun am Abend hell war, wir zogen also um acht Uhr abends bei Sonnenuntergangsstimmung unsere letzten Lines durch den tief verschneiten Wald. Ziemlich surreal aber unvergesslich schön!

 

Gab es auch ein Pendant dazu, wo die Stimmung kurzzeitig Mal in Richtung Keller gerutscht ist?
Von schlimmeren Zwischenfällen wurden wir zum guten Glück bisher verschont. Die Stimmung rutscht aber gern mal in den Keller, wenn – wie in letzter Zeit leider öfters – die Schneefallgrenze bis auf 2000 Meter klettert. Wenn dann noch das Pech dazukommt, dass man einen Tag zu spät von Laax ins Wallis gefahren ist, dann wird die Stimmung im Hotelzimmer nicht gerade heiter.

Jetzt aber gross Öko und Umweltschutz auf unsere Fahnen zu schreiben fände ich nicht ehrlich.

Ihr gebt auch an möglichst viel ohne Heli zu erreichen, ist da auch ein umweltbewusster Ansatz dabei, ähnlich wie bei der Kick the Vik Tour?
Ja und nein. Uns liegt die Natur natürlich allen am Herzen und wir wollen nicht unnötig CO2 verpuffen. Jetzt aber gross Öko und Umweltschutz auf unsere Fahnen zu schreiben fände ich nicht ehrlich. Kick the Vik setzt dieses Thema meiner Meinung sehr ehrlich und authentisch um. Bei vielen anderen Brands/Organisationen werde ich das Gefühl nicht los, dass mehr Marketing Strategie als gelebter Umweltschutz dahinter steckt. Ich finde einfach, dass man in den Alpen mehr als genug Terrain erreicht, wenn man zu Fuss geht, die Lifte benutzt oder seine Basis in einer der zahlreichen Berghütten aufschlägt. Zudem hat man beim Skitouren seine Ruhe und muss nicht mit Hundert anderen um einen schönen Spot konkurrieren. Was das Filmen zwar körperlich anstrengender aber sonst viel relaxter macht.

Bildschirmfoto 2016-02-04 um 12.20.49In puncto Musik hebt ihr euch ja schon von der breiten Masse ab, wie versucht ihr das Ganze auch auf anderer Ebene umzusetzen?
Wir versuchen, dokumentarische Teile zwischen der Action einzubauen. Diese Parts sollen aber wie ein Spielfilm daherkommen und in drei Geschichten parallel erzählt werden. Ob und wie genau uns das gelingen wird kann ich noch nicht sagen. Dass es möglich ist, hat Superproof Inc. mit ihrem aktuellen Werk aber meiner Meinung nach eindrücklich bewiesen! Ein grober Plan steht schon mal und wir werden alles daran geben damit es klappt. Es ist uns aber bewusst, dass da draussen ein riesiges kreatives Potenzial in all den Filmcrews steckt und wir sicher nicht das Rad neu erfinden werden. Am Schluss machen wir immer noch einen Skifilm…

 

Geplant ist der Release eures Filmes ja im Herbst 2016. Jetzt waren die Bedingungen ja nicht gerade die besten leider. Seid ihr trotzdem noch auf Kurs?
Da wir schon letzte Saison mit Filmen begonnen haben und es ja mittlerweile auch schon ordentlich geschneit hat, bin ich guter Dinge, dass es klappen wird! Folge uns auf Facebook (Troublehaus) oder instagram (@troublehaus), um zu sehen, was wir gerade treiben!

 

 

 

Wird es auch eine Premiere-Tour oder etwas Ähnliches geben?
Eine Premiere-Tour ist auf jeden Fall in Planung. Wenn sich jemand von dem Film/Musik Projekt angesprochen fühlt und gerne eine Vorführung in seinem Lieblingsclub sehen würde, kann er sich gerne bei uns melden (siehe Email Adresse unten)

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Solche Projekte sind so gut wie nie ohne dankbare Partner umzusetzen. Wen würdet ihr zu guter Letzt hier gerne alles erwähnen oder hervorheben.
So ist es! Unsere Partner sind: KingPin, K2 Skis, DOWN Skis, Kundalini Shop in Zürich, Menzli Sport in Ilanz und Seasonbox in Wildhaus

 

Kontakt:
info@troublehaus.ch