Patagonia bringt einen Dokumentarfilm heraus über ein leidenschaftliches Hin und Her zwischen Schutz und Ausbau des kanadischen Hinterlands

 

Der Dokumentarfilm „Jumbo Wild“ von Sweetgrass Productions zeigt den jahrzehntelangen Kampf um ein Skigebietsprojekt in British Columbia, Kanada. Patagonia appelliert an die Zuschauer, diesen Kampf zum Schutz des Jumbo Valley zu unterstützen.

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In diesem Herbst bringt Patagonia Jumbo Wild heraus – einen fesselnden, einstündigen Dokumentarfilm von Sweetgrass Productions , der die wahre Geschichte des jahrzehntelangen Kampfs um die Zukunft des ikonischen Jumbo Valley in British Columbia, Kanada, erzählt. Dabei wird der Konflikt zwischen dem Schutz von Wildnis und Backcountry-Erlebnissen und dem zunehmenden Interesse an einem Ausbau der unberührten Natur dargestellt. Die überschwängliche Wildnis der Purcell-Gebirgskette in British Columbia wird von einem Großraum-Skigebietsprojekt bedroht. Und das, obwohl das Gebiet von Backcountry Ski- und Snowboardfahrern für sein einmaliges Terrain geschätzt wird, heiliger Boden für First Nations- Völker und Teil eines der wichtigsten Wanderkorridore für Grizzlybären in Nordamerika ist.

 

I_Jumbo Wild_Copyright_S Ogle(c)2015 Patagonia, Inc.Die Regie von Jumbo Wild führten Nick Waggoner und Sweetgrass Productions. Jumbo Wild ist ein Dokumentarfilm zum ewigen Hin und Her zwischen den Einwohnern der Anrainergemeinden, First Nations, Naturschützern und den Bauunternehmern des Skigebiets sowie Politikern – dabei steht die Zukunft von Jumbo auf dem Spiel. Vor dem Hintergrund atemberaubender Backcountry-Ski- und Snowboardaufnahmen ist Jumbo Wild eine noch nie dagewesene Dokumentation, in der die unterschiedlichen Aspekte eines polarisierenden Themas dargestellt werden. Zum ersten Mal wird der leidenschaftliche, vor Ort stattfindende Kampf zum Schutz von Jumbo Valley einem breiten Publikum nähergebracht.

Anlässlich der Veröffentlichung von Jumbo Wild, fordern Patagonia und Wildsight vor Ort die Welt dazu auf, sich zu engagieren und „Nein“ zu sagen zu einem Ausbau, indem sie sich für einen dauerhaften Schutz des Jumbo Valley einsetzen – ein Ort mit einem unschätzbaren kulturellen und ökologischen Wert. Eine 8-minütige Kurzversion des Films steht ab sofort auf Patagonia.com (siehe auch unten) zur Verfügung, einschließlich eines Aufrufs zur Beteiligung. Patagonia wird sein internationales Netzwerk und seine Marketingkanäle einsetzen, um die Botschaft weiterzugeben. Seit 2012 unterstützt Patagonia die Organisation Wildsight finanziell in ihrem Kampf für „Keep Jumbo Wild“.

In diesem Sommer konnte im Rahmen der Kampagne bereits ein entscheidender Sieg gefeiert werden, da ein Umweltzertifikat als ungültig erachtet wurde. Der nächste Schritt besteht jedoch darin, das Jumbo Valley für immer und ewig zu schützen. Das Jumbo Glacier Resort ist ein Projekt für ein ganzjähriges umfassendes Skigebiet im europäischen Stil, mit Tausenden von Betten im Herzen der Wildnis des abgelegenen Jumbo Valley und mit Zugang zu mehreren Gletschern. Gegenwärtig gibt es acht Skigebiete innerhalb eines vierstündigen Radius rund um Invermere: Panorama, Kimberley, Fernie, Kicking Horse, Revelstoke, Whitewater, Nakiska, Norquay, Sunshine und Lake Louise – wobei keines davon ausgelastet ist.

Seit 24 Jahren widersetzen sich Einheimische, Skifahrer, Snowboarder, Alpinisten, Schützer des Grizzlybären und der First Nation Stamm der Ktunaxa hartnäckig gegen die Vermarktung ihrer geliebten Backcountry- Wildnis.

Die Bauunternehmer behaupten, dass das von ihnen vorgeschlagene ganzjährige Skigebiet der Traum eines jeden Ski- und Snowboardfahrers wäre, aber die Einwohner von Kootenay – worunter sich auch viele Skifans befinden, die die örtlichen Skigebiete unterstützen – sind absolut dagegen.

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Für den Stamm der Ktunaxa gilt das Jumbo Valley als Qat’muk, als Heimat des Geistes des Grizzlybären. Das Gebiet ist in spiritueller und kultureller Hinsicht extrem wichtig und der Bau eines Skigebiets würde die Glaubensüberzeugungen und Praktiken untergraben, die den Kern der Ktunaxa- Kultur und -Identität bilden.

 

Zudem gilt das Jumbo Valley international als unverzichtbarer Bestandteil eines der wichtigsten Biotopverbünde Nordamerikas. Grizzlybären sind abhängig von diesem weitreichenden Habitat, um innerhalb der Region und darüber hinaus gesunde Bestände aufrechtzuerhalten. Das Jumbo Valley ist Teil eines von zwei verbleibenden Gebieten in Nordamerika, in dem Bären frei zwischen Kanada und den USA umherstreifen können. Würde das Jumbo Glacier Resort gebaut, wäre das ein Einschnitt in einen der kritischen Abschnitte dieses Korridors. Das würde möglicherweise zu einer Verringerung der Grizzlybären-Bestände führen, sowohl lokal als auch regional und sogar auf dem gesamten Kontinent.

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Die 8-minütige Kurzfassung von Jumbo Wild (nur in Englisch verfügbar) könnt ihr euch am Ende des Artikels anschauen. Sie vermittelt den Zuschauern einen ersten Eindruck des Kampf zum Schutz des Jumbo Valley. Der komplette Dokumentarfilm liefert eine einstündige Darstellung der Geschichte und ist in Europa zwischen Oktober und Dezember 2015 zu sehen. Ab dem 11. Dezember kann er auch über Vimeo und iTunes kostenpflichtig herunter-geladen werden. Die gesamten Einnahmen gehen an Wildsight.

 

Weitere Informationen unter: www.patagonia.com/euro/jumbowild

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