Wie es sich gehört, haben wir letzten Winter wieder fleißig getestet – und zwar die besten 12 Parkski in der Silvretta Montafon. Bei frühlingshaften Temperaturen und Sonnenschein während der gesamten Testwoche hatten wir zumindest für die Park-Modelle optimale Bedingungen, um diese im Snowpark Montafon auf dem Hochjoch auseinanderzu­neh­men.

Jürgen Nigg im Snowpark Montafon ©Roman Lachner
Jürgen Nigg im Snowpark Montafon ©Roman Lachner

Was ist also generell zu den schmalsten Twintips aller Brands zu sagen? War diese Kategorie noch vor Jahren das Aushängeschild jedes Core-Labels und alteingesessener Marken, die sich etwas verjüngen wollten, scheint es momentan so, als ob die Freestyle-Modelle etwas an Reiz verloren hätten. Dies mag maßgeblich der Tatsache geschuldet sein, dass beinahe alle Firmen auf den Touren-Bereich setzen und für diesen teure, leichte und gleichzeitig stabile Modelle produzieren wollen. So ist es auch zu erklären, dass sich in der Kategorie Park-Modelle in den letzten beiden Jahren relativ wenig getan hat und wirkliche Neuerungen ausgeblieben sind. Somit unterscheiden wir nach wie vor eher harte Kicker-Spezialisten und weichere Jib-Geräte.

Tom Kobel im Snowpark Montafon ©Roman Lachner
Tom Kobel im Snowpark Montafon ©Roman Lachner

Erstere zeichnen sich mittler­weile durch eine Breite von 85 Millimetern bis zu 95 Millimetern aus – Skibreiten also, die früher typisch für reinrassige Backcountry-Ski waren. Bei der ak­tuellen Marschrichtung im Free­skiing ist diese Ent­wicklung aber nicht verwun­derlich, schließlich reagieren etwas breitere Ski­mitten nicht so nervös bei Inrun und Landung wie eben schmale Modelle, die eher an Carving-Ski erinnern. Neben den Air-Time-Fetischisten gibt es noch die Jib-Fraktion, ihres Zeichen eher auf Metall und anderen skifeindlichen Materialien unterwegs. Um möglichst wendig auf Rails zu sein, empfehlen sich für diese Spezies eher ein etwas wei­cherer, homogener Flex und eine schmalere Taille.

Das alles sind Charakteristika eines agilen Park-Skis. Alles in allem lässt sich aber konstatieren, dass Anfänger und leichte Fahrer ebenfalls zu den weicheren Ski tendieren sollten, da diese schon mal den einen oder anderen Fehler verzeihen. Für alle anderen ist die Skiwahl in erster Linie eine Frage des Geschmacks sowie des bevorzugten Einsatzbereichs.

 

 

Hier geht’s direkt zu den zwölf Modellen: