Es gehört schon eine Menge Mut dazu, die ohnehin schon sehr gesättigte Wintersportindustrie mit einem neuen Produkt zu betreten. Vielleicht ist Mut hier aber das falsche Wort. Wenn man an etwas glaubt und daran mit voller Überzeugung arbeitet, kann man es auch in der noch so schwierigsten Industrie ganz nach oben schaffen. Daher freuen wir uns heute sehr, euch die etwas mehr über Kang Poles erzählen zu dürfen.

Lars Kling und Carl Norinder sind die beiden Köpfe und Gründer hinter Kang Poles. Wie auch wir von der Prime Skiing, stehen sie auch noch ganz am Anfang ihrer Geschichte. Doch jede Erfolgsgeschichte hat irgendwann einmal angefangen und im Fall von Kang Poles wollen wir euch von genau diesen Anfängen erzählen:

IMG_0233Wir als Skifahrer tendieren gerne dazu, jeden Aspekt unserer Ausrüstung genauestens zu bedenken. Alles sollte passen. Alles muss den passenden Look haben. Doch es gibt eine Ausnahme, die Stecken. Jedes Mal, wenn wir uns neue zulegen wollten, wurden wir alle schon enttäuscht. Egal ob du zu Schnell Sports in Chamonix gingst, zum Alpingaraget in Stockholm oder wo auch immer, es gab dort einfach keine Stecken mit hohem Komfort, leichtem Handling und einen coolen Style. Dazu kommt noch, dass keiner Firma bisher in der Lage war Stecken und Powder Ski in einklang zu bringen, sei es in Bezug auf die Farbe oder im Design. Eine Idee wurde folglich geboren. Wir wollten unsere eigenen Stecken auf den Markt bringen.

 

Alles begann bei Kang im Jahre 2013. Es war zu einer Zeit, in der wir zwei Dinge hatten:

  1. Es gab einfach nichts für diejenigen, die sich mehr für Ski-Stecken interessierten
  2. Ski-Buddies mit einer Start-Up Firma, Bcomp. Es handelt sich hierbei um eine Firma, die mit zusammengemischten Materialien für Sportausrüstung aus Leinen/Flachs arbeitet. Das war für uns natürlich der optimale Pitch. Jetzt konnten wir mit recyclebaren und umweltfreundlichen Material hantieren.Head

 

Darauf basierend konnten wir daran arbeiten, unsere Idee weiterzuentwickeln. Wenn wir erreichen wollen, dass die Leute sich ernsthaft über ihre Stecken Gedanken machen, dann sollen sie auch die Möglichkeit bekommen ihr Design selbst zu bestimmen. Es soll auch von der Ästhetik her mit dem Rest des Gears zusammenpassen und in den wahren Spirit der heutigen Zeit passen, nämlich ein klares umweltbewusstes Profil zu besitzen. Auf dieser Grundlage konnte unsere Reise beginnen.

 

Die Design-Philosophie hat ein skandinavisches Herz, wird aber von vielen verschiedenen Berg-Kulturen inspiriert. Als Beispiele gelten Sherpas und Sami. Mit anderen Worten ausgedrückt könnte man auch sagen, wir holen uns die Inspiration von allen Menschen, die im Einklang mit den Bergen und der Natur leben. Die Farben und Materialien werden beeinflusst von natürlichen Gegebenheiten wie Gestein, Lava, Wasser und Schnee.  Darauf basieren wurde auch der Name Kang gefunden. Kang bedeutet Schnee und schneebedeckte Berge auf tibetisch.

Basket

Als wir das Konzept und Design beisammenhatten, involvierten wir Designer und Hersteller aus der Industrie. Uns wurde schnell klar, dass wenn wir in der Lage sein wollten mit kleinen Mengen auf qualitativ höchstem Niveau zu arbeiten und dabei noch den Umweltgedanken zu berücksichtigen, müssen wir mit der Produktion in Schweden bleiben. Für uns war das aber natürlich ein weiterer Aspekt unser Projekt weiter voranzutreiben.  Sechs Monate später hatten wir ein paar Prototypen fertig, die zum Testen bereit waren.

 

Wir haben danach mit vielen schwedischen Profi- Freeridern, sowie Mountain Guides gesprochen, um von ihrem Input zu profitieren und das Produkt weiterzuentwickeln. Das erste Feedback war gleich überragend, fast jeder wollte Teil dieses Projektes sein, denn das war ihrer Meinung nach genau die Art von Stecken, die noch gefehlt hat. Am Ende hatten wir knapp 30 Testfahrer, die uns ständig mit unschätzbaren Input versorgten und den Kang perfektionierten.

 

Heute nennen wir diese Freerider unsere Freunde. Wir können sie so nennen, denn sie haben uns nicht einmal danach gefragt, sie zu bezahlen. Sie sind sehr happy damit die Gesichter hinter unserer Firma zu sein. Kang Stecken sind mittlerweile in ausgewählten Stores in ganz Europa erhältlich. Es freut uns auch sehr zu sehen, dass immer mehr Freeride in Schweden und auch in den Alpen mit unseren Produkten unterwegs sind.

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Vor kurzem haben wir nun angefangen die nächste Generation der Kang Poles zu entwickeln. Dafür haben wir auch eigens Fredrik Anderson ins Boot geholt, ein sehr bekannter Designer aus der Industrie, der unter anderem auch schon für Firmen wie Dynafit sehr erfolgreich gearbeitet hat. Mit seiner Erfahrung freuen wir uns schon jetzt das nächste Kapitel von Kang zu schreiben.

 

Danke Jungs für den Einblick. Hört sich auf jeden Fall sehr vielversprechend an und wir freuen uns, euch auf eurer Reise zu begleiten. Wenn ihr nun noch mehr über Kang Poles erfahren wollt oder euch vielleicht gerne ein paar Kang Stecken zulegen wollt, schaut doch gleich Mal auf die Webseite: http://en.kangpoles.com/

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