K2, Völkl, Full Tilt, Line, Marker, Marmot und weitere Marken stehen zum Verkauf

K2, Völkl, Full Tilt, Line, Marker, Marmot und weitere Marken stehen zum Verkauf
K2, Völkl, Full Tilt, Line, Marker, Marmot und weitere Marken stehen zum Verkauf

Nachdem in letzter Zeit bereits viele Gerüchte die Runde gemacht hatten, ist es nun offiziell: Newell Brands verkauft seine Marken K2, Full Tilt, Line Skis, Marker, Dalbello, Marmot und weitere Outdoor Hersteller. Das wird im schlimmsten Fall sehr große Auswirkungen auf die gesamte Ski Branche haben.

Update vom 7. Oktober: Nach vielen Reaktionen aus der Wintersportindustrie hat Newell am gestrigen Donnerstag laut ispo.com eine auf deutsch verfasste Pressemitteilung veröffentlicht. Dort rudert der Konzern zurück und sagt: „Newell wird beide Unternehmen behalten, sollte sich kein passender Käufer finden“. Zudem fügt Newell hinzu, dass keine wirtschaftlichen Gründe zu der Entscheidung geführt haben: „Die Gründe für die Portfoliobereinigung liegen nicht in der in der wirtschaftlichen Entwicklung dieser beiden renommierten und traditionsreichen Wintersport-Spezialisten, sondern in einem veränderten Fokus von Newell mit dem Ziel, ein starkes und wegweisendes Unternehmen in der Konsumgüterindustrie aufzubauen.“.

Wir atmen daher einmal alle durch, beobachten das Thema weiterhin und sobald es gesicherte Neuigkeiten gibt, werden wir euch informieren.

Nachfolgend die ürsprüngliche Meldung vom 6. Oktober

Newell Brands, ein riesiger Consumer Konzern, hat gestern in einer Pressemitteilung verkündet, dass 10% des eigenen Portfolios verkauft werden sollen. Damit sind die Gerüchte, die seit einiger Zeit in der Szene zu hören waren, leider Wirklichkeit. Unter den Brands sind auch prägende Wintersport-Firmen wie K2 Sports, Line Skis, Full Tilt, Marker, Völkl, Dalbello und Marmot.

Der Plan von Newell Brands sieht vor, dass die Brands bis Mitte 2018 verkauft werden sollen. Gelingt dies nicht, droht die Einstellung aller geschäftlichen Aktivitäten dieser für den Freestyle Sport so wichtigen Marken. Diesem Prozess vorangegangen war der Kauf von Jarden Corp., denen früher die oben genannten Marken gehörten, durch Newell Rubbermaid Inc.. Der Kaufpreis für diesen Deal aus dem Dezember 2015 lag bei 15,4 Milliarden Dollar (ca. 13,4 Milliarden €).

Der neue Konzern läuft seit dem unter dem Namen Newell Brands und macht einen Umsatz von ca. 16 Milliarden Dollar. Der Plan von Newell Brands CEO Michael Polk zum Zeitpunkt der Fusion war, durch Erhöhung der Effizienz, Ausdünnung des Portfolios und Synergieeffekte die Kosten um ca. 500 Millionen Dollar zu senken.

Zurück zum gestrigen Tag. Dass Marken in der Wintersportindustrie, die in den letzten Jahren immer wieder hart um ihre Umsätze kämpfen musste, verkauft werden, ist nicht wirklich neu. So ziemlich jede größere Firma hat bereits mindestens einmal ihren Besitzer gewechselt und gehört zu einem globalen Konzern – einzelne kleine Szene Marken ausgenommen.

Dadurch entstehen natürlich nicht nur bei allen Mitarbeitern der entsprechenden Brands Unsicherheiten, sondern in der gesamten Ski Industrie. Die Bosse der betroffenen Marken widersprechen diesem natürlich. Alex Draper, Marketing Vize Präsident von K2 Sports International, gab ein kurzes Statement an die Kollegen von powder.com:

„It’s business as usual at K2 Sports worldwide. We continue to invest in equipment, people, and programs to insure the success of our portfolio of brands. Our people remain focused on customer and consumer needs and look forward to a promising future.“

Nichtsdestotrotz trifft dies die gesamte Szene. Für den Worst Case, dass ein sehr schlechter Winter 16/17 eintritt, fallen die Chancen auf einen Verkauf der für uns so wichtigen Marken und eine komplette Schließung wird wahrscheinlicher.

Wie geht es weiter?